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PEUERBACH. Das Flüchtlingscontainerdorf in Peuerbach wurde in den vergangenen eineinhalb Jahren zu einem neuen Zuhause für Menschen, die aus ihren Heimatländern flüchten mussten. Mit 31. Mai werden die Container abgebaut - für 36 Menschen müssen nun neue Wohnungen gefunden werden.

? PEUERBACH. Das Flüchtlingscontainerdorf in Peuerbach wurde in den vergangenen eineinhalb Jahren zu einem neuen Zuhause für Menschen, die aus ihren Heimatländern flüchten mussten. Mit 31. Mai werden die Container abgebaut - für 36 Menschen müssen nun neue Wohnungen gefunden werden. Foto: LangS

Die Enttäuschung bei den ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern in Peuerbach ist groß. Man fühle sich mit der Information, dass das Flüchtlingsdorf abgebaut werden soll, überrumpelt. Nun würde kaum Zeit bleiben, neue Wohnungen für die Asylwerber zu finden. „Der Container war für ein bis zwei Jahre als temporäre Möglichkeit geplant, doch viele der Flüchtlinge wurden in der Zeit hier heimisch, vor allem für die Kinder ist es bitter, genau fünf Wochen vor Sommerferienbeginn hier herausgerissen zu werden. Da hätten sich alle Ehrenamtlichen mehr Fingerspitzengefühl erwartet“, meint eine freiwillige Helferin.

Neue Wohnungen gesucht

Nun müssten auf die Schnelle neue Wohnungen für die Asylwerber her. Das wäre aber alles andere als einfach. „Viele Asylwerber möchten hier bleiben, aber wir suchen schon lange nach Wohnungen. Aufgrund der hohen Mieten und Kautionen ist dies aber nicht immer einfach. Nun in der kurzen Zeit etwas für die, die bleiben möchten, aufzutreiben, ist fast unmöglich“.

Umzug in feste Unterkünfte

Aufgrund der zurückgehenden Zahl der Neuankömmlinge würden viele Quartiersplätze leer stehen. Diese Plätze sollen nun mit Flüchtlingen aus Quartiersauflassungen aufgefüllt werden. Beschlossen wurde die Auflösung des Containerdorfes in Peuerbach vom Land Oberösterreich und vom Roten Kreuz. Das Rote Kreuz argumentiert, dass es nun ausreichend Kapazitäten in festen Unterkünften gäbe. „2015 wurden in kurzer Zeit viele Unterkünfte für Schutzsuchende benötigt. Hierfür eignen Container sehr gut, da diese rasch verfügbar sind. Jedoch sind Container keine optimale Dauerlösung. Jetzt, da Plätze in festen Unterkünften zur Verfügung stehen, kann und sollte man die Container, wo möglich, aber wieder abbauen“, erklärt OÖ-Rotkreuz-Präsident Walter Aichinger. „Natürlich sieht eine NGO „das große Ganze“ und nicht das einzelne Schicksal“, meint die Flüchtlingshelferin.

Kooperation mit Schulen

Man sei bemüht, dass für Menschen, die aufgrund des Engagements von freiwilligen Helfern eine Lehre beginnen konnten, die Erreichbarkeit der Arbeitsstelle auch in Zukunft möglich sein wird. In Kooperation mit den ortsansässigen Schulen werde ebenfalls alles daran gesetzt, den Kindern ein erfolgreiches Abschließen des Schuljahres zu ermöglichen, heißt es vom Roten Kreuz.

Weitere Schließungen möglich

Nachdem die Asylanträge bereits seit einiger Zeit wieder rückläufig seien und gleichzeitig die Fallerledigungen der Asylbehörden ansteigen, würden die Maximalkapazitäten in der Grundversorgung für schutzsuchende Menschen in Oberösterreich auf den tatsächlichen Bedarf angepasst. Daher sind weitere Schließungen von Unterkünften des Roten Kreuzes derzeit nicht ausgeschlossen.

Aus dem Büro von Integrationslandesrat Rudolf Anschober heißt es, dass man derzeit prüfe, welche Möglichkeiten es für die betroffenen Familien gäbe und wie es mit der endgültigen Schließung der Unterkunft aussieht. Derzeit sei hier noch keine Entscheidung gefallen.


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