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PEUERBACH/NEUMARKT. Wie Integration gelingen kann, wird in der Stadt Peuerbach vorgelebt. Nachdem im Sommer 2015 zahlreiche Menschen aus ihren Heimatländern nach Österreich flüchteten, reagierte man in der Stadt rasch. Prompt fand sich ein großes Team an Freiwilligen, die die Schutzsuchenden von Anfang an unterstützte. Das Resultat: Es wurden Deutschkurse organisiert, Gemeinschaftsgärten geschaffen und auch zwölf jungen Flüchtlingen konnte zu einem Lehrplatz in der Region verholfen werden.

Zuhause sein: Auf 120 Quadratmetern leben sieben Asylwerber und teilen sich die Miete.
  1 / 3   Zuhause sein: Auf 120 Quadratmetern leben sieben Asylwerber und teilen sich die Miete.

Peuerbach übernimmt hier eine Vorreiterrolle, denn im gesamten Bezirk Grieskirchen sind aktuell 16 Flüchtlinge in Lehrberufen tätig. Integrationslandesrat Rudolf Anschober überzeugte sich bei einem Lokalaugenschein persönlich von der Integrationsarbeit in Peuerbach. „Es gibt keinen zweiten Ort, wo es so viele Lehrlinge gibt unter den Flüchtlingen, das kommt daher, weil es hier so viele Menschen gibt, die die Tür öffnen, sich engagieren“, meint Anschober und ergänzt lobend die hohe Zahl an Lehrlingen: „Wenn eine Lehrstelle erstmal gefunden wurde, wurde der halbe Weg der Integration schon gemacht“.

Besuch in Betrieben

Bei seinem Lokalaugenschein besuchte Anschober die Bäckerei Mayr in Peuerbach sowie den Sparmarkt in Neumarkt. „Er ist mit Abstand einer der besten Lehrlinge, die wir je hatten. Er ist immer da, verschläft nie“, erzählt Ursula Wiesmüller von der Bäckerei Mayr in Peuerbach. Seit April 2016 ist Mehdi Amiri in der Bäckerei beschäftigt. Gemeinsam mit sechs anderen Asylwerbern lebt der 24-Jährige in einer Wohnung in Peuerbach und kann so sein Leben bereits zum Großteil selbst gestalten.

Alle Flüchtlinge in Privatverzug

Alle 46 Flüchtlinge, die in Peuerbach temporär ein neues Zuhause fanden, konnten bereits in Privatverzug übersiedeln. „Es ist eine einfache Essenz: die Wertschätzung und die Begegnung auf Augenhöhe. Es gibt immer ein offenes Ohr, es gibt Vertrauen“, sagt Anita Tossmann, die sich gemeinsam mit zahlreichen anderen Peuerbachern freiwillig für die Flüchtlingsarbeit engagiert. Und auch für Landesrat Rudolf Anschober ist klar, was für eine gelungene Integration notwendig ist: „Der Schlüssel heißt Begegnung“.


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