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Förderung für Elternbildung gestrichen - Konsequenzen auch für Elkiz Peuerbach

Sabrina Lang, 06.12.2017 15:25

PEUERBACH/OÖ. Völlig überraschend für viele Elternbildungseinrichtungen, wie auch für das Eltern-Kind-Zentrum (ElKiZ) in Peuerbach, wurden vom Sozialres­sort des Landes alle Förderungen für Elternbildung ersatzlos gestrichen, aufgrund von Einsparungsmaßnahmen, wie den betroffenen Einrichtungen mitgeteilt wurde.

Die Elternbildungsseminar könnten im Elkiz Peuerbach bald Geschichte sein.
Die Elternbildungsseminar könnten im Elkiz Peuerbach bald Geschichte sein.

Diese Sparmaßnahmen hätten dramatische Auswirkungen, wie Renate Klostermann, Leiterin des ElKiz Peuerbach, erklärt: „Wir werden keine kostengünstigen Vorträge zur Elternbildung mehr anbieten können. Wo bisher zwei bis vier Euro zu zahlen waren, wird es in Zukunft mindestens zehn Euro Eintritt kosten“. Man müsse nun die Vortragenden privat buchen, da die Elternbildungseinrichtung Spiegel oder auch jene des OÖ Familienbundes Seminare für Eltern nicht mehr im gewohnten Umfang unterstützen können oder ihr Angebot komplett gestrichen haben.

 

„Wir können es uns nicht leisten auf den Kosten sitzen zu bleiben“

„Unser Auftrag ist es, ein Mal im Monat einen Vortrag zur Elternbildung anzubieten und das wollen wir auch. Aber wir können es uns nicht leisten, auf den Kosten sitzen zu bleiben“, erklärt Klostermann. Die Streichung der Förderung hätte zur Folge, dass bereits gebuchte Vorträge und Workshops für 2018 nicht mehr finanziert werden können und ausnahmslos storniert werden. „Die Möglichkeit zur Weiterbildung in Erziehungsthemen muss für alle möglich sein und darf nicht durch finanzielle Hürden unleistbar werden. Damit grenzt man sozial Schwächere einmal mehr aus. Wenn wir nicht in unsere Familien investieren und Elternbildung als eine wichtige Präventionsmaßnahme erkennen, investieren wir nicht in die Zukunft und sparen am falschen Ort“, so Spiegel-Elternbildungsreferentin Ulrike Kneidinger.

Kürzung aufgrund von Sparmaßnahmen

Die Vorgaben zu Kürzungen im Sozialressort kamen von der schwarz-blauen Landesregierung. Landeshauptstellvertreter Manfred Haimbuchner meint allerdings, dass die Vorgabe war, dass zehn Prozent von den Ermessungsausgaben im Sozialressort gekürzt werden sollten. „Warum die Ausgaben von Frau Gerstorfer gleich auf null geschraubt werden, ist für uns unverständlich. Wir sind selbst schockiert. Dies hat gravierende Auswirkungen auf die Familien und die Elternbildungseinrichtungen“, so Haimbuchner. Die Kürzung ist laut SPÖ-Landesrätin Gerstorfer notwendig geworden, weil die Kernleistungen der Kinder- und Jugendhilfe erhalten bleiben müssen und eine gleichmäßige Verteilung der Kürzungen auf alle Bereiche daher nicht möglich ist. „Aufgrund der Kürzungsvorgaben von ÖVP und FPÖ bin ich gezwungen, bereits im Jahr 2018 rund 20 Millionen Euro im Sozialbereich einzusparen. Mir blutet das Herz, dass auch die Elternbildungsangebote den schwarz-blauen Kürzungsvorgaben zum Opfer fallen.“


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