Zwei Mädels erforschten Island
PEUERBACH/NATTERNBACH. Nicht selten trägt Island den Beinamen „die faszinierendste Insel Europas“. Lisa Penzinger aus Natternbach und Celine Bremberger aus Peuerbach, beide 16 Jahre alt, bewarben sich für eine Forschungsexpedition, um dem Land der Vulkane, Quellen und Geysire auf den Grund zu gehen.

Geografie, Vulkanismus, Wirtschaft, Infrastruktur, Mensch, Kultur, Sprache sowie Flora und Fauna waren die Gebiete, die die beiden Schülerinnen des Gymnasium Dachsberg das Land in acht Tagen erforschten. Bis es so weit war, mussten aber noch wichtige Vorkehrungen getroffen werden. Für die Reise mussten 1960 Euro durch Sponsoren finanziert werden. „Das war anfangs gar nicht so leicht für uns“, erzählt Celine Bremberger.
Geklappt hat es trotzdem und die beiden Mädels machten sich auf den Weg in den hohen Norden. In einem Team mit 19 Personen aus verschiedenen Ländern wurde die Expedition begangen. Angefangen vom Formulieren der Ziele über die Ausarbeitung der Methoden, dem Erheben der Datensätze und die korrekte Dokumentation sowie die Auswertung der Ergebnisse wurde die Forschung abgearbeitet. „Da uns unsere Route einmal um die ganze Insel geführt hat, haben wir natürlich auch viele Eindrücke dieses wundervollen Landes sammeln können. Großartige Wasserfälle, heiße Quellen, Geysire, Vulkane und vieles mehr – Eindrücke, die wir wohl nie vergessen werden. Außerdem konnten wir im Rahmen der Forschung sehr viel mit den Einheimischen sprechen und ihre Kultur ein bisschen näher kennenlernen“, erzählt Lisa Penzinger.
Das Forschungsergebnis
In Mensch, Kultur und Sprache habe man die Einheimischen gebeten, sich selbst in drei Adjektiven zu beschreiben. „Hier fiel uns vor allem auf, dass sie sich selbst als eher unfreundliche und egozentrische Leute beschreiben, was sie aber uns gegenüber absolut nicht waren, sondern sehr offene und gastfreundliche Menschen“, so Bremberger. Im Gebiet Infrastruktur wurde die Straßenbeschaffenheit untersucht. „Hier haben wir bemerkt, dass es auf unserer Route hauptsächlich einspurige Brücken gab und Straßen, die weiter ins Landesinnere führen, oft nur holprige Schotterstraßen sind“.
Für die Schülerinnen war die Expedition laut eigenen Angaben eine super Gelegenheit, einmal eine andere Art des Lernens zu erleben und ein Land auf eine ganz andere Art und Weise kennen zu lernen. „Auch wenn die Nächte aufgrund der umfangreichen Dokumentationsarbeit oft sehr kurz waren, war es das jedoch wert, weil bei so vielen unterschiedlichen Charakteren natürlich auch der Spaß nicht zu kurz kam“, sind sich die beiden einig.


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