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PEUERBACH. Helga Nöbauer hat das Gedichte schreiben für sich entdeckt. Die Leidenschaft fürs Geschichten dichten ist so groß, dass die 74-jährige Peuerbacherin mit Wurzeln im Mühlviertel nun schon ihr drittes Buch veröffentlicht hat.

Helga Nöbauer schreibt leidenschaftlich gerne Mundartgedichte. Foto: privat
  1 / 2   Helga Nöbauer schreibt leidenschaftlich gerne Mundartgedichte. Foto: privat

Nach „I moan ja nur“ (2015), „Fast ois is wahr“ (2016) wurde im Oktober das dritte Mundartband „A jede Zeit hat was schens“ der Peuerbacherin veröffentlicht. „Das Schreiben ist für mich ein Ventil für die Bewältigung von Hürden oder Ärgernissen des Alltags, andererseits dient es auch zur Verarbeitung von schönen Momenten, die als Erinnerung gerne wieder „erlesen“ werden“, erzählt Nöbauer. Wenn die 74-Jährige Erlebtes kaum fassen kann oder ihr schon lange etwas unter den Nägeln brennt, wird dies oft zu Gedichten verarbeitet.

D‘Wetterprophetn

I woaß, wia da heurige Winter wird

–Irrtum ausgeschlossn, i hab mi nu nia girrt.

Besser gsagt, i beobacht de Tiere ganz genau,

und se sagn ma, wird’s gfrean oder bleibt da Himml grau.

Gibt’s Schnee, der womögli vom Dach abafallt,

oder braucht ma an dickn Pelz, wei es is nu länger kalt.

Siacht ma a Eichkatzerl und es hat nu koa Wintermanterl an,

zoagt da Winter nu lang net, was er kann.

Und wann de Bienen verkehrt den Stock verlassn,

gibt’s garantiert Glatteis auf da Strassn.

I gangat sowieso nia ausn Haus,

ohne dass i z’erst befragat Hund, Katz und Maus.

Genau so is mit de Bauernregln, a se haben eahnan Sinn,

wann ma de richti lest, es steckn unheimli vü Weisheitn drin.

Da hoaßts zum Beispiel, wanns zu Lichtmess stürmt und schneit,

dann is da Frühling nimma weit.

Des stimmt, wei in oan Monat is März und da Winter is gar,

und dann is Frühling, des is wohl olle klar.


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