Wie sich zwei Peuerbacher den Traum vom eigenen Weingut erfüllten
PEUERBACH. Weingüter in der Steiermark oder dem Burgenland gibt es viele – die Winzerei im Hausruckviertel ist da schon etwas seltener. Dass es dennoch funktioniert, zeigen Helmut und Manuela Lindner aus Peuerbach.

Das eigene Weingut im Garten, für Helmut und Manuela Lindner hat sich dieser Traum erfüllt. Die ersten Reben wurden 2013 gepflanzt und 2018 gab es dann die erste edlen Tröpfchen zu genießen. 300 Reben, sechs Sorten, vier Weißweine und zwei Rotweine (Grüner Veltliner, Müller Thurgau, Sauvignon Blanc Donau Riesling sowie Rösler und Zweigel) werden gelesen, gemaischt, gepresst, gegärt und schlussendlich verkostet. 600 Liter sind es am Ende, die in die Weinflaschen mit dem Logo „13“ abgefüllt werden. Das passiert alles am Thomasberg 13 in Peuerbach. Im Keller des Hauses hat sich der Peuerbacher Winzer seine Weinproduktionsstätte eingerichtet. Die Hausnummer und das Jahr der ersten Rebpflanzungen inspirierte für die Weinmarke „13“.
Weinbau im Hausruckviertel
„Wir fahren gerne in die Südsteiermark zum Urlaubmachen und der Wein schmeckt uns natürlich auch“, erklärt Lindner schmunzelnd seine Idee selbst Wein anzubauen. Nach Kursen in der Weinbauschule ging es für ihn an die ersten Gehversuche in Sachen Weinbau. Und aufgrund des veränderten Klimas, funktioniere auch fernab der Weindomizile im Hausviertel der Weinbau gut. Dass man für die edlen Tropfen sehr viel Wissen und Erfahrung braucht, merke man laut Lindner erst wenn man tiefer in die Materie hineinkommt.
Entspannung vom Büroalltag
Über zwei bis drei Wochenenden werden die Trauben, wenn sie reif sind, gemeinsam mit Frau Manuela gelesen. Lindner liebt sein Hobby. „Man hat damit das ganze Jahr über etwas zu tun“. Besonders Spaß mache ihm, in der Natur zu arbeiten. Für ihn ist die Arbeit in seinem Weingarten eine super Entspannung zum Büroalltag. „Ich habe noch nie so viel das Wetter beobachtet“, meint der Peuerbacher. Denn bekommt die Traube zu viel Sonne ab, reagiert sie wie die menschliche Haut mit einem Sonnenbrand.
Klapotetz im Garten
„Und natürlich lieben wir das Verkosten und das Ganze wie sich der Wein entwickelt. Oft muss man dem Wein nur Zeit geben, anstatt viel Technik einzusetzen“, meint Lindner. Im März wird der 2019er Wein fertig und im Juli beginnen die neuen Trauben zu reifen. Dann ist auch die Zeit für den Klapotetz, einer im südsteirischen Weinland verbreitete Vogelscheuche. Diese wird vom 25. Juli, dem Tag des Heiligen Jakobis, bis zu Martini am 11. November auf den Weinfeldern aufgestellt. Den Wein gibt es direkt „ab Hof“ am Thomasberg zu kaufen. Tips verlost zwei Flaschen Wein des Peuerbacher Winzers.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden