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PINSDORF. Vom Wohnbau bis zur Erweiterung des Musikheims wird in Pinsdorf kräftig gebaut. Im Herbst wird auch die Spangenverbindung nach Gmunden errichtet, verrät Pinsdorfs Bürgermeister Helms im Tips-Gespräch.

Bürgermeister Dieter Helms
Bürgermeister Dieter Helms

Tips: Derzeit sind in Pinsdorf gleich zwei große Wohnprojekte in Bau. Wie groß ist der Bedarf nach Wohnungen wirklich?

Bürgermeister Dieter Helms: Die bestehende Anlage der Wohnungsgenossenschaft „Familie“ in der Sportplatzstraße wird derzeit um 36 Mitwohnungen erweitert. Voraussichtlich können die Wohnungen Mitte 2018 übergeben werden. Eine zweite Anlage wird von der WSO in Wiesen errichtet, dabei handelt es sich um 55 Mietkaufwohnungen, die im Herbst 2018 übergeben werden. Dazu kommen aber auch noch zwei weitere Projekte, die sich derzeit noch im Planungsstadium befinden. Wir möchten auf jeden Fall erreichen, dass da auch Eigentumswohnungen dabei sind – hier haben wir eine sehr große Nachfrage.

Der Bedarf an Wohnungen ist bei uns allgemein groß: Pinsdorf liegt beim Bevölkerungszuwachs ständig im Plus und immer über dem Bezirksdurchschnitt. Auch die Geburtenzahlen sind in den letzten Jahren kräftig gestiegen.

Tips: Das heißt, dass es auch bei den Kinderbetreuungsplätzen zu einem erhöhten Bedarf kommt?

Helms: Wir haben den Kindergarten 2014 um zwei Gruppen erweitert, seit 2014 gibt es in Pinsdorf auch erstmals eine Krabbelgruppe. Wenn der Zuzug so weitergeht, wird in den nächsten Jahren wieder an eine Erweiterung zu denken sein – auch durch die neuen Wohnbauprojekte. Derzeit sind auf alle Fälle auch die neuen Gruppen bereits voll.

Tips: Welche Projekte plant die Gemeinde in nächster Zeit?

Helms: Ein wichtiges Thema ist, dass die Bürger ihren Hobbys nachgehen können. Wir haben heuer die neu errichteten Fußballkabinen eröffnet, im September ist Baubeginn für das neue Tennisclubgebäude. Das alte, das im Jahr 1985 errichtet wurde, kommt dann weg, sodass wir – voraussichtlich 2019 – Platz für einen Parkplatz bekommen. Dieser soll mit einer Solaranlage beleuchtet werden und wäre gut geeignet als Abfahrtsplatz für Busreisen.

Auch im kulturellen Bereich sind Verbesserungen geplant: Anfang Juli startet die Erweiterung des Musikheims. Der alte Probenraum bietet nur Platz für 45 Musiker, derzeit hat der Musikverein 57 Mitglieder – er ist also bei weitem zu klein. Durch den Umbau schaffen wir auch die nötige Barrierefreiheit, was sicher auch für die Schlagwerke eine große Erleichterung ist. Der Zubau soll 2018 fertig werden, zum 130-jährigen Bestehen des Musikvereins. Die Einweihung ist dann für 2019 geplant, wenn in Pinsdorf das Bezirksmusikfest stattfindet.

Tips: Ein großes Thema in Pinsdorf ist die Verkehrsverbindung in Richtung Gmunden. Wann starten hier konkrete Schritte?

Helms: Die Spange von der Theresientalstraße zur Aubauerstraße soll im Herbst errichtet werden, ein Projekt, das von Gmunden durchgeführt wird, aber auch für Pinsdorf sehr wichtig ist: Dann gibt es nicht mehr die Notwendigkeit, z. B. mit dem Traktor über die B145 zu fahren. Bezüglich der Fußgängerunterführung gibt es derzeit keine neuen Entwicklungen.

Wo wir jetzt ebenfalls einen Schritt gesetzt haben, ist im Bereich Sternberg: Durch den Ankauf eines Grundstückes sind wir hier der Errichtung eines Betriebsbaugebietes einen Schritt näher gekommen. Planungen dazu gibt es schon seit über zehn Jahren, bislang bekamen wir aber keine Widmung, weil die geordnete Aufschließung fehlte. Dies ist mit diesem Grundstück möglich – zumindest einmal für den südlichen Bereich. Bislang hat sich das Land immer für eine Kreuzungslösung mit Lichtsignalanlage ausgesprochen, jetzt steht aber auch eine Lösung mittels Überführung im Raum. Mit dem nun angekauften Grundstück wären beide Varianten möglich.


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