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Südliches Waldviertel. Anlässlich der Landesausstellung gründeten Christina Foramitti und Peter Groißböck den Regionschor „Chor-do-ba“. Nun sprechen sie im Tips-Interview über das Mega-Projekt.

Peter Groißböck
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Tips: Wie entstand die Idee, einen solch Megachor zu gründen?

Groißböck: Es sind Vertreter der Regionalpolitik an uns herangetreten, mit der Bitte, einen Regionschor für das Rahmenprogramm der Landesausstellung zu leiten. Die Idee, einen Chor der Generationen zu gründen, kam dann von uns beiden. 

Tips: Bei der ersten Chorprobe nahmen enorm viele Sänger teil. Wie setzt sich die riesige Gruppe zusammen?

Foramitti: Es waren bei der ersten Probe 76 sangesfreudige Menschen anwesend. Seitdem freuen wir uns über 100 Anmeldungen; darunter viele Kinder, Jugendliche, Frauen und auch ein paar Männer. Die Sänger sind zwischen fünf und knapp 80 Jahren alt und so weit ich jetzt den Überblick habe, sind elf Gemeinden vertreten. Anmeldungen werden noch bis 19. November angenommen, danach ist ein Einstieg nicht mehr möglich.

Tips: Wie verlief die erste Probe?

Foramitti: Für uns beide ist der gesellige und kommunikative Teil beim gemeinsamen Singen enorm wichtig. Beim anschließenden Plaudern war eine sehr positive Grundstimmung spürbar. Das gemeinsame Singen soll Freude bereiten, in dem Moment, wo wir es tun. Und ich denke, dass genau diese Nicht-leistungsorientierte-Einstellung so großen Anklang findet.

Tips: Wie sieht Ihr erster musikalischer Eindruck aus und in welchem Genre wird der Chor künftig beheimatet sein?

Groißböck: Wir beide waren vom dichten und schönen Klang dieser bunt zusammen gewürfelten Sänger von Anfang an beeindruckt. Schon beim Einsingen war es deutlich: Das wird etwas ganz Großes. Bewegen werden wir uns in den unterschiedlichsten Genres: von Volksliedern (österreichischer und weltweiter Literatur) über Austropop und Popmusik haben wir im Moment unsere Stücke geplant. Was sich noch alles hinzugesellt und ergibt, hängt auch von der Entwicklung der Sänger in den Proben ab. Wir sind da in viele Richtungen sehr offen.

Tips: Der Chor wird anlässlich der Landesausstellung in Pöggstall auftreten. Was passiert mit dem Chor nach 2017?

Foramitti: Das Besondere an Chor-do-ba ist mitunter auch, dass wir nicht wöchentlich proben; schon regelmäßig, aber eben in regelmäßig großen Abständen. Somit haben wir viele Menschen erreicht, die so gerne singen möchten, ihre Zeit es aber nicht zulässt, jede Woche Proben zu besuchen. Auch mein Mann und ich stecken in einem sehr straffen beruflichen Korsett, in dem viele Projekte Platz haben, aber nur neue kommen können, wenn andere wieder abgeschlossen werden. Es ist ein überschaubares Projekt für viele Menschen und als dieses wird es für 2017 bestehen. Aber wer weiß schon so genau, was die Zukunft so alles bringt ...


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