Puchenau. Wenn Hannes Frank gerufen wird, dann handelt es sich oft um einen Notfall – Äste drohen auf die Straße zu fallen, gefährden Fußgänger oder spielende Kinder. Bei richtiger Instandhaltung müsste es jedoch nicht so weit kommen.

“Eigentlich würden Bäume keine Pflege brauchen. Schließlich gibt es sie schon länger als den Menschen“, erklärt Frank, der aber die Gründe kennt, warum sich die Situation heute anders präsentiert. „Den Pflanzen setzen nicht nur Umweltgifte zu, sondern es werden auch Fehler begangen, die ein Fachmann eigentlich nicht machen darf.“ Nach Meinung des Baumpflegers beginnt dies schon beim Pflanzen. Frank: „Je nach Baumart muss der Abstand zwischen den Setzlingen – aber auch zu einem Gebäude – richtig berechnet werden.“ Doch auch wenn in diesem Stadium nicht alles richtig gemacht wird, ist noch nicht alles verloren. „Eine fachgerechte Pflege sorgt dafür, dass es nicht zu viel Laub gibt, Bäume ausreichend – aber auch nicht zu viel – Schatten spenden und nicht zur Gefahr für die Allgemeinheit werden,“erklärt Frank, der sich mit seiner Puchenauer Firma um den Baum in seiner Allgemeinheit kümmert. Werden aber Fehler – etwa beim Zurückschneiden der Äste – gemacht, erreicht man zunächst meist das erhoffte Ziel nicht. So treiben etwa unkontrolliert neue Triebe aus, die dann noch mehr Blätter produzieren. Es kann aber noch schlimmer kommen. „Besonders sensible Arten – etwa die Buche – werden mit Verletzungen nur ganz schlecht fertig. Daher führt ein falsch angesetzter Schnitt dazu, dass der Baum erkrankt und schließlich stirbt.“ Absterbende Äste und Bäume sind nicht nur unschön anzusehen, sie sind auch eine Gefahrenquelle, die durchaus rechtliche Konsequenzen mit sich bringen können. Frank: „Als Eigentümer hafte ich eventuell für Schäden, die durch meine kaputten Bäume eintreten.“<


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