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Einen Lebenstraum erfüllten sich Karin Erber aus Oberndorf und Franz Drescher aus St. Georgen/L. mit der Besteigung des 5895 Meter hohen Kilimanjaro, des höchsten Berges von Afrika.

Sechs Tage übernachteten Karin Erber und Franz Drescher in Zelten.
  1 / 2   Sechs Tage übernachteten Karin Erber und Franz Drescher in Zelten.
Während Franz Drescher schon seit Längerem das Bergsteigen ausübt, war es für Karin Erber Neuland. „Für mich war die Reise eine Herausforderung und ich wollte an die Grenzen meiner Leistungsfähigkeit gehen.“ Bevor für Karin Erber das Abenteuer begann, hat sie sich akribisch vorbereitet: „Rund zwölf Monate habe ich trainiert, um das Dach von Afrika erklimmen zu können.“ „Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen“ lautet ein bekanntes Sprichwort und Karin Erber hat jede Menge davon. Nach zehn Stunden Flug nach Nairobi ging es zwischen Büffelherden und Zebras durch das Massaigebiet Richtung Tansania zum Ausgangspunkt Arusha, am Fuß des Kilima-njaro. Bevor das Abenteuer „Kili“ begann, wurde noch der Mt. Meru, der mit 4655 Metern auch nicht ge-rade ein sanfter Hügel ist, erklommen. „Drei Tage brauchten wir um, den Mt. Meru zu bezwingen.“ Übernachtet haben sie in Zelten und schon beim Anstieg faszinierten die beiden Hobbybergsteiger die mysti-sche Landschaft des Regenwaldes, der seinem Namen alle Ehren machte, denn Regen war der ständige Be-gleiter auf den Mt. Meru. Nach dem Gipfelsieg kehrten Erber und Drescher in einem mühsamen Abstieg (zirka sieben Stunden) wieder in ihr Hotel zurück, um das sechstägige Abenteuer Kilimanjaro zu starten, das Erber so schildert: „Nach einer Nacht im Zelt ging es am zweiten Tag ins Shira Camp, das auf einer Höhe von 3880 Metern liegt. Am dritten Tag des Anstieges erreichten wir das Baranco Camp in 4000 Meter. Es gab noch einen Ausflug ins Lava Tower Gebiet, das aussieht wie eine Mondlandschaft. Durch das steile Gelände des Breakfast Wall ging es sechs Stunden lang ins Karanga Camp. Nach einer kal-ten Nacht im Zelt begann am fünften Tag der eigentliche Gipfelsturm. Auf 4600 Meter konnten wir uns ein wenig ausruhen, um am nächsten Tag den Gipfeltag zu starten. Bereits um Mitternacht, bei Minus acht Grad, ging es los. Nach einer halben Stunde ist nicht nur das Trinkwasser eingefroren, sondern auch meine Finger und Zehen. Ferner setzten Übelkeit und Kopf-schmerzen ein und der Gedanke über eine Aufgabe lag nahe. Aber der Sonnenaufgang und der über-wältige Ausblick am Uhuru Peak ließen mich diese Gedanken vergessen. Die letzten Meter zum Gipfel verliefen ohne Komplikationen. Nach einem dreiviertelstündigen Aufenthalt am Gipfel begann der Abstieg und erst jetzt wurde uns bewusst, was wir geschafft haben und vor allem wie steil es ist. Rund 15 Stunden waren wir an diesem Tag unterwegs. Nach einer letzten Nacht im Zelt ging es wieder zum Aus-gangspunkt zurück und am meistens freute ich mich auf eine Dusche. Denn an mehr als eine Katzenwä-sche, an den sechs Tagen, war nicht zu denken. Diese Reise wird für mich immer in Erinnerung bleiben. Ich bin stolz, dass ich es geschafft habe, auch wenn es mich so manche Überwindung gekostet hat.“ 

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