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PURGSTALL/WIEN. Evelyn Knoll stand für die aktuelle Werbekampagne von Global 2000 als Model vor der Kamera. Tips sprach mit der gebürtigen Purgstallerin über das Fotoshooting, Umweltschutz, nachhaltiges Leben und Kleidertausch-Parties.

  1 / 2   Die aus Purgstall stammende Evelyn Knoll stand für die Werbekampagne von Global 2000 als Model vor der Kamera. Foto: Bernd Preiml/ TBWA Wien

Tips: Wie kam es dazu, dass Sie bei der Werbekampagne mitgemacht haben?

Evelyn Knoll:Generell wurden alle GLOBAL 2000-Mitarbeiter gefragt, ob sie Lust hätten, mitzumachen. Ich hab allerdings nicht gleich „hier“ geschrien. Dass ich dann doch dazu gekommen bin, liegt an meinem Teamleiter [lacht“, er hat mich einfach vorgeschlagen und ein Foto von mir an die Agentur TBWA geleitet, die für uns die Sujets entwickelt hat. Dort wurde ich dann ausgewählt. Das hat mir schon geschmeichelt und ich hab ja gesagt.

Tips: Wie lief das Shooting ab?

Knoll:Das Shooting war echt spannend, ich war bisher noch nie bei so etwas Großem dabei. Bis alle Models abfotografiert waren, hat es schon den ganzen Tag gedauert. Erst wurden wir von der Bodypainting-Künstlerin Birgit Mörtl mit Airbrush in den Logo-Farben blau und grün besprüht, danach ging es zu Fotograf Bernd Preiml – ein sehr sympathischer Mensch, der einem auch als Nicht-Profimodel ein gutes Gefühl gibt und die Stimmung mit Scherzen immer wieder aufgelockert hat. In so einer Situation ist man nämlich doch etwas nervös und angespannt.

Tips: Konnten sich die Models auch selbst einbringen?

Knoll:Selbst einbringen konnten wir uns im Anschluss in kurzen Interview-Statements, die abgefilmt wurden. Dort erklärten wir wofür wir kämpfen, was für uns das Schöne ist und warum wir uns für den Umweltschutz engagieren. Insgesamt war es eine tolle Erfahrung und mit den richtigen Leuten fällt es dann auch nicht so schwer die Nervosität abzulegen und halbwegs selbstsicher vor der Kamera zu stehen.

Tips: Wie fühlt es sich an, sich selbst auf Plakaten zu sehen?

Knoll:Ganz ehrlich – schon etwas seltsam. Sich selbst auf so großen Plakaten zu sehen, kommt ja nicht alle Tage vor und als Frau bin ich dann doch sehr selbstkritisch, was mein Foto betrifft. Aber alles in allem bin ich zufrieden mit dem Bild, es ist für eine gute Sache, hinter der ich voll und ganz stehe und daher bin ich schon ein wenig stolz darauf.

Tips: Für wen oder was würden Sie sich einsetzen, wenn Sie eine Superheldin wären?

Knoll:Für alle, die sich nicht selbst behaupten können: für intakte Natur und die Artenvielfalt, für Tiere wie Bienen und Schmetterlinge, die für uns durch ihre Bestäuberfunktion besonders wichtig sind, aber auch für Menschen, die bereits jetzt von Umweltproblemen wie dem Klimawandel, betroffen sind.

Tips: Welche Superkraft würden Sie am liebsten besitzen?

Knoll:Eine richtig tolle Superkraft wäre es, Müll in Pflanzen zu verwandeln. Dann würde ich jedes weggeworfene Plastiksackerl und jede leere Aludose in eine Blume oder ähnliches verwandeln, dann könnte ich unsere Natur und die Ozeane von Müll befreien und würde gleichzeitig neuen Lebensraum für Bienen, Schmetterlinge und Co erschaffen.

Tips: Umweltschutz wird bei Ihnen groß geschrieben – wie äußert sich das in der Praxis und haben Sie vielleicht den einen oder anderen einfachen Tipp, wie dies einfach in den Alltag zu integrieren ist?

Knoll:Es gibt viele kleine Dinge, die jeder von uns ganz einfach und ohne Aufwand umsetzen kann. Ich selbst versuche beispielsweise, Müll zu vermeiden. Das beginnt bereits im Supermarkt, dort kaufe ich keine Plastik- oder Papiertaschen, sondern nehme meine eigene Stofftasche oder einen Rucksack mit Außerdem laufe ich nicht jedem Trend hinterher. Nur weil ein neues Smartphone am Markt ist, muss ich es nicht gleich kaufen. Ich benutze meine Elektrogeräte so lange, bis sie wirklich kaputt sind, mein Laptop beispielsweise ist bereits über sechs Jahre alt, läuft dementsprechend langsam, aber er funktioniert noch einwandfrei, und so lange er das tut wird er nicht ersetzt.

Tips: Wie kann beim Shoppen kostengünstig auf Umweltschutz geachtet werden?

Knoll:Ich weiß, dass Shopping gerade für Frauen oft ein rießen Genuss ist. Ich habe einen nachhaltigen Weg gefunden, um das Glücksgefühl, das sich nach einer Shoppingtour einstellt, zu erleben, ohne neue Ressourcen zu verbrauchen: Kleidertausch-Parties. Wer auch immer diese Idee zum ersten Mal hatte, ist ein Genie. Du triffst dich mit deinen besten Freundinnen, alle nehmen Kleidung, Schuhe, Taschen und Accessoirs mit, die sie nicht mehr nutzen. Dann wird probiert und getauscht. Was übrig bleibt und keiner mehr haben will, wird an gemeinnützige Organisationen gespendet. Aber das ganze funktioniert natürlich auch mit anderen Gegenständen. Es ist immer besser Dinge zu verschenken, tauschen oder weiterzuverkaufen, statt sie in den Müll zu werfen.

Tips: Wie achten Sie in anderen Lebensbereichen auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit?

Knoll:Mein neuestes Hobby sind meine Gemüse- und Obstpflanzen am Balkon. Ich finde es toll, mein Essen selbst anzubauen, auch wenn ich nur wenig Platz dafür habe. Elektrogeräte lasse ich nicht im Stand-By-Modus laufen, beim Kochen kommt immer ein Deckel drauf, die Waschmaschine wird nur voll gestartet, und so weiter. Ich besitze kein Auto, in der Stadt brauche ich keines, aber da ich aus Purgstall komme, weiß ich auch, dass es am Land nicht einfach ist ohne Auto. Leider ist es oft so, dass das Auto auch für sehr kurze Strecken genutzt, wobei man auch mit dem Rad zum Supermarkt fahren könnte. Auch Beautyprodukte können einfach selbst hergestellt werden.

Tips: Haben Sie immer schon auf Nachhaltigkeit geachtet?

Knoll:Generell würde ich sagen, wurde ich zu einem bewussten Lebensstil erzogen. Ausschlaggebend war allerdings das GLOBAL 2000 Tomorrow Festival im AKW Zwentendorf 2013. Ein Umweltpraktikum bei Global 2000 war ausschlaggebend für mein jetziges Engagement.

STECKBRIEF

Name: Evelyn Knoll

Geboren: 1. Jänner 1991

Beruf: Online-Kommunikation bei GLOBAL 2000

Hobbies: Mein Obst- und Gemüsebeet am Balkon, Kochen, Krimis lesen, Tanzen

Ziele: Mein Leben nachhaltig gestalten und unsere Umwelt für die nachfolgenden Generationen zu bewahren.


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