Ich bin eine Suchmaschine

Verlegt, verloren, verlaboriert: Rufe wie „Mamaaaa! Ich finde mein Fußball-Leiberl nicht!“ oder „Mamaaaa! Wo ist mein Schnulli?“ erreichen mich mehrmals am Tag. Der Nachwuchs, der auf der Suche nach irgendwelchen wichtigen Dingen nicht fündig wird, setzt dann auf die familieneigene, sehr effektive Suchmaschine – nämlich mich.
Ich meine, den Klassiker, der Mann steht vor dem offenen Kühlschrank und findet Butter/Wurst/Marmelade nicht, obwohl ihn das Gesuchte direkt in Augenhöhe förmlich anspringt, doch leider nicht „hier!“ schreit, ist allgemein bekannt.
Aber nun hab ich zum großen auch noch drei kleine Männer daheim, weswegen es eher kein Zufall ist, dass ich jeden Tag sehr viel Zeit damit verbringe, Dinge zu suchen, die nicht ich verlegt habe, und schon gar nicht z“Fleiß (obwohl mir das von Mann und Nachwuchs des öfteren unterstellt wird).
Oft bin ich sogar schneller als die Suchanfrage und finde Dinge, die noch gar nicht vermisst werden, fische Schlüssel aus Hosentaschen, klaube Socken unterm Bett hervor, siebe Legoteile aus dem Staubsaugerbeutel und kletzle Spielfiguren aus den Sofaritzen.
Das gefunden Zeugs bringe ich an seinen ordnungsgemäßen Platz, was man vom Rest der Familie eher nicht behaupten kann, weshalb wir ja auch täglich im Such-Dilemma stecken.
Das kann so nicht weitergehen! Ich werde meine „Mann“-schaft schleunigst dem längst überfälligen präventiven Training „Aufräumen und Ordnung halten“ unterziehen. Fundbüro Mama geschlossen!


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