„Wir wollen die Vorzüge herausstreichen“
REGION STEYR. Drei Wochen hat sich Tips dem Thema Landflucht gewidmet. Vor allem in den Ennstal-Gemeinden versucht man, mit einem Bündel an Maßnahmen die Abwanderung zu stoppen.

Die Initiative „Steyrland“ mit 20 Gründungsmitgliedern steht ganz im Zeichen der Stärkung der Region Steyr-Land. „Die Region hat das Problem, dass junge, gut ausgebildete Menschen abwandern. Für einen tollen Job muss man aber nicht nach Wien gehen“, ist Johannes Behr-Kutsam überzeugt. Der 32-Jährige, selbst Akademiker und Geschäftsführer der Modehaus-Kette mit Sitz in Bad Hall, ist Sprecher der neu gegründeten Standort-Initiative.
Handschlagqualität zählt
„Wir haben hier eine Gruppe, die wirklich was tun will. Vom Einmann-Betrieb bis hin zur großen Firma Agru“, erklärt Behr-Kutsam, warum er sich engagiert. „Es geht darum, die Vorzüge unserer Region herauszustreichen. Wir haben nicht nur eine tolle Landschaft, sondern auch hervorragende Betriebe, wo Handschlagqualität noch zählt“, so der 32-Jährige. Um konkrete Schritte setzen zu können, hat man mit der Unterstützung der Wirtschaftskammer fünf Arbeitsgruppen gebildet. Jene, die Johannes Behr-Kutsam leitet, kümmert sich um das Thema Bildung. „Die Jugendlichen müssen am Ende ihrer Schullaufbahn die Karrieremöglichkeiten und Betriebe in der Region kennen“, so Behr-Kutsam.
Mitglieder gesucht
Ein Bildungskatalog soll Lehrern die Möglichkeit geben, die Arbeitswelt in die Schule zu holen. Vom Brot backen in einer Bäckerei bis hin zu einem Präsentationskurs eines Betriebsleiters. Bei einer Regionalkonferenz im Oktober soll der Bildungskatalog präsentiert werden. Die Standort-Initiative ist für die kommenden zwei Jahre ausfinanziert, jeder Betrieb im Bezirk Steyr-Land ist zur Mitgliedschaft und zur aktiven Mitgestaltung eingeladen. Einzelunternehmen und Gründer zahlen monatlich einen Beitrag von 15 Euro.


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