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RIED. Nach dem ereignisreichen Jahr 2018 sehen die Rieder Panzergrenadiere keineswegs ruhigeren Zeiten entgegen. Der Terminkalender für 2019 und 2020 ist prall gefüllt mit anspruchsvollen Aufgaben.

  1 / 3   Bataillonskommandant Oberst Alfred Steingreß (l.), stv. Bataillonskommandant Oberstleutnant Friedrich Rescheneder (Foto: Tips)

Bis August 2020 liegt ein Schwerpunkt der Arbeit auf der Kaderanwärterausbildung – die Rieder Panzergrenadiere bilden künftige Offiziere des Bundesheeres aus. Bataillonskommandant Oberst Alfred Steingreß: „Eine anspruchsvolle Aufgabe, die nicht jeder bekommt.“

Im Mai findet auf dem Truppenübungsplatz Allentsteig eine Übung mit einem Milizbataillon statt. Die 13er sind hier für die Ausbildung von mehr als 400 Milizionären verantwortlich.

Ein Höhepunkt im Kalender ist das Brigadegefechtsschießen im Juni in Allentsteig. Später nimmt das Bataillon an einer Zertifizierungsübung für die österreichische Beteiligung an einer EU-Battlegroup teil. Von März bis Oktober geht es für die Kaderpräsenzeinheit wieder in den Kosovo. Oberst Steingreß: „18-jährige Soldaten bekommen dafür 3.00 bis 3.300 Euro im Monat.“

Zivile Veranstaltungen

Die Grenadiere machen auch Abstecher ins Zivile. Am 25. Mai sind sie Gastgeber der Kiwanis-Kart-Trophy, und am 18. Jänner 2020 soll wieder ein Garnisonsball stattfinden. Auf der Rieder Messe zeigen sie wieder Vorführungen – vor zwei Jahren war das ein Highlight der Messe.

Am 28. und 29. Juni finden in der Kaserne der Tag der Schulen und der Tag der Stellungspflichtigen statt. Steingreß: „Beides liegt uns sehr am Herzen. Der Tag der Stellungspflichtigen wird noch zu wenig genützt, bietet aber eine sehr gute Möglichkeit, sich über das Bataillon zu informieren.“ Wer bei dieser Gelegenheit den Wunsch äußere, seinen Wehrdienst in Ried zu absolvieren, hat sehr gute Chancen, dass er erfüllt wird.

Rückblick

2018 war dominiert von den KFOR-Auslandseinsätzen AUTCON38 und -39 im Kosovo sowie Assistenzeinsätzen an der burgenländischen Grenze.

60 Rekruten verbrachten die Hälfte ihres Grundwehrdienstes beim Einsatz im Burgenland – Einsatz rund um die Uhr, und für den Einzelnen im ständigen Wechsel sechs Tage Dienst und zwei Tage frei. „Besonders im Winter ist das kein Honiglecken“, zeigte sich der Bataillonskommandant mitfühlend.

Heuer waren die Grenadiere bereits eine Woche im Assistenzeinsatz „Schneedruck“ in Gosau, Windischgarsten und Ebensee. Das Echo auf den Einsatz war, so Steingreß, „sehr positiv“. In Ried musste dafür allerdings der Garnisonsball abgesagt werden.

Zuletzt war das gesamte Bataillon vier Wochen lang in Allentsteig. Steingreß: „Das hatten wir schon lange nicht mehr.“

Personalgewinnung

Die Rieder Grenadiere haben in der letzten Zeit geradezu eine „Personaloffensive“ gestartet, um Berufssoldaten anzuwerben – explizit auch Frauen. Dringend gesucht werden derzeit Fahrlehrer und Köche. Auch Panzergrenadiere und Panzerkommandanten werden gesucht, in der Werkstatt und im Fernmeldezug seien die Rieder sehr gut aufgestellt.

„Der Erfolg unserer Werbung hat uns selbst überrascht“, meinte der Oberst. Ein Grund sei wohl, dass das Team für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit auf vier Mann aufgestockt wurde. Ein weiterer Anreiz: „Es würde niemand zu uns gehen, wenn wir einen schlechten Ruf hätten. Außerdem bietet das Bundesheer eine Jobgarantie bis zur Pensionierung.“

Heeresmeister

Oberst Steingreß hat noch einen weiteren Grund zur Freude: Die Rieder Grenadiere stellen mit Oberwachtmeister Johannes Gasser einen Heeresmeister im Militärischen Winter-Triathlon (Riesentorlauf, Biathlon/Militärpatrouille, Granatenwerfen).

Oberstabswachtmeister Gerhard Bauer kam im gleichen Bewerb auf Platz 9 und auf Rang 3 in seiner Altersklasse.

Ein leichtes Grinsen konnte sich Steingreß nicht verkneifen, als er sagte: „Da treten all die Gebirgsjäger und Spezialisten an, und dann kommt ein Innviertler und zeigt ihnen, wo der Bartl den Most holt!“


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