Lebenshilfe Ried: Große Vorfreude auf Special Olympics bei Klienten und Betreuern
RIED. Mit 29 Athleten und neun Trainern stellt die Lebenshilfe Ried eines der größten Teams für die siebten nationalen Special-Olympics-Sommerspiele, die vom 7. bis 12. Juni in Vöcklabruck und Pasching stattfinden.

Zu den Bewerben in 18 Sportarten und an 15 Sportstätten werden rund 1500 Athleten und 600 Trainer erwartet. Tips ist Medienpartner dieses sportlichen Großereignisses.
Die Wettkämpfe finden in Vöcklabruck, Schörfling, Attersee, Vöcklamarkt und Pasching statt. Die Sportarten bei den Special Olympics sind: Golf, MATP (Motor Activities Training Program – eine Art Zehnkampf für Rollstuhlfahrer mit Übungen von Koordinationsübungen bis zu Ballwurf, Kegeln und Körperspannungsübungen), Segeln, Radfahren, Fußball, Tennis, Schwimmen, Open-Water-Schwimmen, Tischtennis, Leichtathletik, Power Lifting, Basketball, Stocksport, Tanzen, Reiten, Bowling, Boccia und Judo.
Großes Team der Lebenshilfe
In der Lebenshilfe Ried hat man schon Erfahrung mit sportlichen Großereignissen. Klienten dieser Einrichtung haben besonders bei Winterspielen schon mehrere Medaillen gewonnen. Die Sommer-Special-Olympics sind aber eine besondere Herausforderung, sagt Betreuerin Daniela Kirchsteiger.
Der Olympische Gedanke
Dennoch ist die Vorfreude groß sagt sie: „Bei den Special Olympics zählt der Olympische Gedanke von „dabei sein ist alles“ wirklich. Wenn die Sportler nur einen Vorlauf gut absolviert haben, jubeln sie, als ob sie die Goldmedaille bekommen hätten.“
Aus Ried werden fünf Fußballer, sieben Schwimmer, vier Leichtathleten, vier MATP-Sportler, sechs Stockschützen und drei Reiter an den Start gehen. Die verschiedenen Gruppen trainieren seit Monaten, meist einmal pro Woche – die Schwimmer im neuen Hallenbad, die Leichtathleten im alten Stadion oder in der Turnhalle Schildorn, die Fußballer in der Fußballakademie.
Günther Samitz
Der 36-jährige Günther Samitz aus Geinberg nimmt zum ersten Mal an einer derartigen Sportveranstaltung teil und wird in mehreren Leichtathletikbewerben antreten: im 50-Meter-Lauf, beim Schlagballwerfen und in der 4x25-Meter-Staffel. „Voll cool“ findet er das Training, das er laut Daniela Kirchsteiger „voll motiviert und mit viel Ehrgeiz“ absolviert. Befragt nach seinen Medaillenchancen, gibt er eine diplomatische Antwort, die eines Profisportlers würdig ist: „Des kummt auf.“
Special Olympics
Special Olympics ist die weltweit größte Organisation für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung und bietet 4,5 Millionen Athleten in 175 Ländern sowohl Training als auch sportliche Wettkämpfe – unter anderem bei den alle zwei Jahre durchgeführten nationalen Sommer- bzw. Winterspielen.
Im Unterschied zu den Paralympics, bei denen sich Sportler mit körperlicher Beeinträchtigung messen, nehmen an den Special Olympics Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung teil.


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