Arbeitsmarkt: Allgemein gut, individuell schlecht
RIED. Die Arbeitslosenquote im Bezirk lag im November bei 4,5 Prozent und damit um 0,3 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahr. Die Zahl der Arbeitslosen sank um 59 auf 1221.

Der stellvertretende AMS-Geschäftsstellenleiter Gunter Schmidhuber zieht einige interessante Vergleiche mit dem November 2008, direkt vor Beginn der Krisenjahre. Bemerkenswert ist das Wachstum der Wirtschaft seitdem: Die Zahl der unselbstständig Beschäftigen im Bezirk ist um 2.235 höher als vor acht Jahren, die Betriebe haben 521 offene Stellen mehr gemeldet. Die Arbeitslosenquote lag im November 2008 bei 4,2 Prozent.
Schlecht für die Arbeitnehmer: Die durchschnittliche Dauer der Arbeitslosigkeit hat sich von 62 auf 110 Tage fast verdoppelt (in Oberösterreich von 57 auf 174 sogar mehr als verdreifacht) – wer arbeitslos wird, findet immer schwerer einen neuen Job.
Die Betriebe müssen sich im internationalen Wettbewerb behaupten, dabei steigen die Anforderungen an die Arbeitskräfte.
Das hat mehrere Auswirkungen. Zum einen steigt die Zahl der Arbeitslosen, die den ständig wachsenden Herausforderungen nicht mehr gerecht werden oder gerecht werden können, zum anderen hat sich die Nachfrage nach Arbeitskräften verdoppelt – für die Betriebe wird es immer schwieriger, die geeigneten Personen zu finden.
Schmidhuber: „Die Zahlen für den Bezirk sind ja durchaus erfreulich, aber davon hat die seit langer Zeit erfolglos Arbeit suchende Person wenig; genauso wie der Betrieb, der händeringend eine qualifizierte Kraft sucht und diese auf dem Arbeitsmarkt nicht findet.“


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