Arbeiterkammer erweitert Online-Kapazitäten
RIED. Das Thema Corona ist auch bei den Beratungen der Arbeiterkammer in den letzten Wochen immer wichtiger geworden, berichtet die stellvertretende oberösterreichische AK-Direktorin Andrea Heimberger.

Die AK selbst reagiert auf diese Herausforderung, indem sie ihre Beratungen, wann immer möglich, per Telefon oder E-Mail erledigt, und nur bei dringenden Terminen, bei denen es um die Einhaltung von Fristen geht, persönliche Gespräche vereinbart. In der Telefonie, Online und in der E-Mail-Beratung werden die Kapazitäten erhöht.
„Heimarbeit ist zu vereinbaren“
Die Aufforderung der Bundesregierung, Angestellte wenn möglich von zu Hause aus arbeiten zu lassen, sei, wenn sie nicht im Dienstvertrag geregelt ist, zwischen Arbeitgeber und -nehmer zu vereinbaren.
Werden Arbeitnehmer nach Hause geschickt, ohne von dort arbeiten zu können, müsse es grundsätzlich eine Entgeltfortzahlung geben. Es sei aber auch eine Chance, große Guthaben an Urlaubszeit abzubauen. Aber auch das dürfe nicht einseitig vom Arbeitgeber oder Arbeitnehmer entschieden werden. Heimberger rät in diesen Fällen, „sich zu arrangieren“, denn „es wird auch eine Zeit nach Corona geben“.
Die AK bietet dazu Informationen und Beratung auf www.jobundcorona.at.
Beratungen stabil
Insgesamt ist die Zahl der Beratungen der Arbeiterkammer Oberösterreich im Jahr 2019 mit 325.539 in etwa stabil geblieben. Es gab aber eine Verschiebung vom Arbeits- zum Sozialrecht. Ein Grund dafür sei, dass die AK jetzt auch verstärkt Beratungen zum Pflegegeld anbiete.
In Ried gab es, so Bezirksstellenleiter Siegfried Wambacher 6.616 Beratungen, bei denen es zu rund einem Viertel um die Beendigung von Arbeitsverhältnissen ging.
5,1 Millionen Euro in Ried erkämpft
Insgesamt erkämpfte die AK Ried an arbeits- und sozialrechtlichen Ansprüchen und nach Insolvenzen 5,1 Millionen Euro. Dabei gab es 2019 eine Verschiebung von außergerichtlichen Einigungen hin zur Klage vor dem Arbeitsgericht – mehr Unternehmen ließen es „darauf ankommen“. Der kleinste erstrittene Betrag machte 70 Euro aus, der größte mehr als 40.000 Euro.


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