Radioaktivität und eingeklemmte Personen - Üben für den Ernstfall
RIED IN DER RIEDMARK. Der Strahlenschutzstützpunkt Blindendorf veranstaltete gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Lungitz und dem Stützpunkt für gefährliche Stoffe der Freiwilligen Feuerwehr Kefermarkt eine möglichst realistische Einsatzübung, um das gemeinsame Vorgehen mit gefährlichen Stoffen üben zu können.

Auch Feuerwehrtechniker-A für Chemie Reiner Gagstädter, das Rote Kreuz St. Georgen an der Gusen und die FF Ried in der Riedmark wurden mit TLFA zur Versorgung und Aufbau des Dekontaminations-Platzes eingeladen. Insgesamt nahmen zehn Einheiten mit 59 Personen an der Einsatzübung teil. Der Bezirksfeuerwehrkommandant Tommy Lindner und die Bürgermeister Ernst Rabl und Ernst Lehner verfolgten den Übungsablauf genau.
Übungsannahme
Aufgrund einer Sperre der Mühlkreisautobahn versucht ein Arzneimittelkurier über die L1463 Gusentalstrasse eine dringende Lieferung zum Elisabethinen Krankenhaus nach Linz zu liefern. In Lungitz wird dieser vom Navigationsgerät falsch navigiert und biegt in die Strasse Richtung Schörgendorf ab, wo er in der Kurve bei der Kläranlage Lungitz anhält, um den weiteren Weg abzuklären. Ein nachkommendes Fahrzeug nähert sich rasch und setzt zum Vorbeifahren an, jedoch nähert sich auch ein entgegenkommendes Fahrzeug. Anschließend kommt es zu einem Auffahrunfall am Arzneimitteltransporter. Die Fahrzeuge sind verkeilt und ein Fahrer kann sich nicht selbst befreien - er ist verletzt und eingeklemmt. Der andere Fahrer befreit sich selbstständig, steht allerdings unter massiven Schock.
Das Besondere an dieser Übung war die enge Zusammenarbeit mit dem Stützpunkt für gefährliche Stoffe und den Freiwilligen Feuerwehren. Eine solche Übung gab es im Bezirk bisher noch nie.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden