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RIED/TRAUNKREIS. Mit Solarer Trocknungstechnik ist CONA aus Ried mittlerweile auf der ganzen Welt erfolgreich. Der Besuch des kubanischen Industrieministers war der bisherige Höhepunkt in den langjährigen Geschäftsbeziehungen zu dem legendären mittelamerikanischen Inselstaat.

Prokuristin Johanna Astecker mit einer Karte, die die CONA-Engagements rund um die Welt zeigt
  1 / 6   Prokuristin Johanna Astecker mit einer Karte, die die CONA-Engagements rund um die Welt zeigt

Weltgeschichte in Ried im Traunkreis – so oder so ähnlich muss es sich angefühlt haben, als der kubanische Industrieminister im Rahmen eines Österreich-Besuchs auch bei CONA Solar Austria vorfuhr. Gemeinsam besuchte man Fertigungsanlagen von CONA und Partnern und trank die eine oder andere Tasse Kaffee.

Castro war angetan

Für Prokuristin Johanna Astecker und das aktuell zehnköpfige Team rund um Geschäftsführer Georg Hubmer sind internationale Kontakte keine Seltenheit, werden die Trocknungsanlagen doch in Länder in aller Welt – etwa nach Usbekistan, Senegal oder Japan – geliefert. Das Engagement in Kuba geht auf das Jahr 2004 zurück, wie Johanna Astecker im Tips-Gespräch erzählt. „Damals wurden zwei Trocknungsanlagen nach Kuba geliefert, die Staatspräsident Fidel Castro alle persönlich besuchte und von denen er sich begeistert zeigte. Kurz vor seinem Tod erteilte er den Auftrag für fünf weitere Anlagen“, so Astecker.

Die Kubaner begannen vor rund zwei Jahren die Heilpflanze Moringa im großen Stil anzubauen. Für ihre Trocknung setzt man zu einem großen Teil auf Anlagen von CONA. Weitere Anlagen haben Ministerien des Inselstaats aktuell bei dem Rieder Unternehmen in Auftrag gegeben.

„Die Bürokratie in Kuba ist leider beträchtlich, teilweise braucht man bis zu einem Jahr, bis die Waren auch wirklich in das Land geliefert werden dürfen“, erklärt die Prokuristin.

Entwicklungshilfe

Die Anlagen werden meist im Rahmen von Entwicklungshilfe-Projekten geliefert – so begann auch alles in den 1980er-Jahren in Nicaragua. Um damals qualitativ hochwertige Produkte für den Export herstellen zu können, lieferte das Unternehmen erste Solar-Trocknungsanlagen in das Land. Mittlerweile ist CONA in 35 Ländern mit seinen Anlagen vertreten. Für die Finanzierung braucht es häufig Förderungen. „Früher haben wir uns hauptsächlich um die Förderungen für solche Projekte in oft armen Ländern gekümmert, mittlerweile ist es so, dass die Auftraggeber selbst für die Förderungen zuständig sind“, erzählt Astecker.

Zusammenarbeit

Für die Trocknungsanlagenfertigung arbeitet CONA mit Unternehmen aus der Region zusammen und ist selbst nur mit wenigen Mitarbeitern in der Fertigung aktiv. Das Team hofft, dass sich auch das Engagement in Kuba in Zukunft einmal rechnen wird, derzeit sei es aus rein unternehmerischer Sicht nicht rentabel. Doch bei CONA spielt der Entwicklungshilfe-Aspekt stets ebenfalls eine Rolle – zumal bei einem besonderen Land wie Kuba. „Leider ist ein Treffen mit dem am 25. November verstorbenen Fidel Castro gerade nicht mehr zustande gekommen“, so Astecker.


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