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Rundum gelungenes KiK Open Air brachte mitreissende Headliner, überraschende Newcomer und sehr guten Besuch

Walter Horn, 08.06.2026 10:40

RIED. Das sechste KiK Open Air war das bisher erfolgreichste. Durchgehend gute bis großartige Auftritte der Bands, eine beeindruckende Theateraufführung, eine teilweise euphorische Stimmung und die mit Abstand bisher besten Besucherzahlen – nach Ablauf der vier Tage waren sowohl Besucher als auch Künstler und Veranstalter rundum zufrieden.

Voodoo Jürgens (Foto: Walter Horn)
  1 / 9   Voodoo Jürgens (Foto: Walter Horn)

Das KiK Open Air 2026 wurde am Mittwoch, 3. Juni, von Adisdead mit kräftigem Rock eröffnet. Es folgten die durchaus punkigen Leftovers, bei denen sich überraschend viele Festivalbesucher als textsicher erwiesen, bevor die Headliner des ersten Abends, die Steaming Satellites, das Publikum mit einem fulminanten und kraftvollen Auftritt begeisterten. Bei der Aftershow-Party im Keller ging es noch einige Zeit mit dem DJ-Duo Mischgeschick weiter.

Hochmairs „Jedermann“

Der ausverkaufte Donnerstag stand im Zeichen der „remixten“ Hochkultur. Schauspiel-Star Philipp Hochmair präsentierte zusammen mit dem österreichischen Avantgarde-Musiker Kurt Razelli seinen „Jedermann 2.0 remixed“. Eine eineinhalbstündige Tour de Force durch das Stück von Hugo von Hoffmansthal, das von Hochmair auseinandergenommen und mitreissend neu zusammengesetzt wurde, im perfekten Zusammenspiel mit Kurt Razelli, der einen atmosphärischen Soundtrack lieferte und dabei auch live Textstellen von Hochmair zu Loops verarbeitete und so mit dem Schauspieler agierte und kommunizierte. 

Trotz zweier Regenschauer und kühler Temperaturen blieben die allermeisten Besucher bis zum Ende und belohnten den Schauspieler und sein Team mit Standing Ovations.  

Mitreissender Voodoo

Praktisch ausverkauft war auch der Freitag mit Voodoo Jürgens als Headliner. Mit seiner exquisiten Band, der Ansa Panier, spielte der KiK-Stammgast im einem mitreissenden Auftritt viele Songs aus seinem neuen Album Gschnas, die in den Live-Versionen noch einmal an Qualität dazugewannen, und natürlich etliche seiner bekannten älteren Stücke. Auch hier erwies sich das Open-Air-Publikum als sangesfreudig und textsicher. 

Den dritten Abend hatte der Wiener Songwriter Yunger mit seiner Band eröffnet, der mit seinem folk-rockigen Sound manche im Publikum an Mumford & Sons erinnerte. Danach überraschte Anna Buchegger mit einem kraftvollen Auftritt. Ihre poppigen Songs mit Dialekttexten kamen beim Publikum hervorragend an. 

Bei der Aftershow-Party im KiK-Keller sorgte das DJ-Duo „nicht aquamarin“ noch ein paar Stunden lang für erstklassigen Sound. 

Fulminantes Finale

Den letzten Tag eröffnete die junge Indie-Pop-Band Broken B-Sides aus Salzburg sehr schwungvoll. Die schon deutlich etablierteren Sharktank sorgten trotz dezimierter Besetzung (der Bassist fiel ganz aus, Rapper und Sänger Michael „Mile“ Lechner war gesundheitlich angeschlagen) für ein weiteres Stimmungshoch beim Festival. 

Den abschließenden Auftritt von Buntspecht kann man nur mit „triumphal“ beschreiben. Der Auftritt begann langsam und ruhig und steigerte sich mit einer Mischung aus bekannten Songs, die vom Publikum fröhlich mitgesungen wurden, und neuen Songs, bei denen die Fans ebenso textsicher waren, zu einem fulminanten Finale, das Besucher und Band gleichermaßen begeistert zurückließ.


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