Anzeigeflut: "Viele sehen sich gerne in der Rolle als Hobby-Kontrolleur"
GEIERSBERG. Franz Streissenberger, Inhaber der BP Tankstelle Gasthaus Streissenberger in Pramerdorf, und seine Mitarbeiter sind fast wöchentlich mit Polizeikontrollen konfrontiert.

Die BP Tankstelle Gasthaus Streissenberger ist ein beliebter Treffpunkt für Alt und Jung. Seit dem Beginn der Corona-Pandemie hat das Gasthaus zwar seine Pforten geschlossen, der Betrieb an der Tankstelle läuft jedoch ganz normal. Damit seine Gäste während des Einkaufs die Toilette benutzen können, müssen sie durch die direkt an den Tankshop angrenzende Gaststube. „Natürlich schaut es auf den ersten Moment so aus, als ob in unserer geschlossenen Gaststube ein reger Betrieb herrschen würde. Doch dort sind entweder meine Mitarbeiter anzutreffen oder eben Kunden auf dem Weg zur Toilette oder zurück. Viele scheinen das nicht zu begreifen“, berichtet Franz Streissenberger.
Hobby-Kontrolleure
Dies hat zur Folge, dass Kontrollen durch die Polizei keine Seltenheit sind. „Wir haben kein Problem mit Kontrollen, aber langsam wird es mühsam. Auch für die Polizisten“, meint Streissenberger, der der Exekutive keine Schuld gibt. „Das größte Problem sind die vielen Leute, welche glauben, sich als Hobby-Kontrolleure aufspielen zu müssen und uns dann anzeigen. Das wurde uns so von der Polizei auch bestätigt. Ich möchte jedoch betonen, dass wir uns stets an alle gesetzlichen Vorgaben halten“, informiert der Gastronom. Auch scheint viele zu verunsichern, dass das Tankstellen-Personal während des Kassierens keine Masken trägt. Darauf wurden sowohl der Gastronom als auch seine Mitarbeiter oft angesprochen. „Mein Personal muss, während es an der Kassa steht, keine Masken tragen. Durch eine große Trennwand aus Plexiglas sind sowohl sie als auch unsere Kunden bestens vor dem Coronavirus geschützt“, so Streissenberger.


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