Blutspenden retten Leben – gerade im Sommer zählt im Bezirk Ried jede Konserve
RIED. Während viele Menschen ihren Urlaub genießen oder die Freizeit im Freibad verbringen, sinkt in den Sommermonaten traditionell die Zahl der Blutspender. Gleichzeitig bleibt der Bedarf an Blutkonserven unverändert hoch. Das Rote Kreuz appelliert deshalb an die Bevölkerung, gerade jetzt Blut zu spenden – denn jede einzelne Spende kann Leben retten.

Der Sommer ist für viele die schönste Zeit des Jahres. Doch während sich das öffentliche Leben nach draußen verlagert und zahlreiche Menschen verreisen, gerät die Versorgung mit Blutkonserven jedes Jahr unter Druck. Der Bedarf in Krankenhäusern bleibt konstant hoch: Unfälle, schwere Erkrankungen und geplante Operationen machen schließlich keine Sommerpause.Trotz dieser jährlich wiederkehrenden Herausforderung gibt es aus Oberösterreich aktuell gute Nachrichten. Die Versorgungslage ist derzeit stabil. Dazu beigetragen haben unter anderem zahlreiche Blutspendeaktionen im Frühjahr und Frühsommer. Auch im Bezirk Ried zeigt sich die große Bereitschaft der Bevölkerung, Verantwortung zu übernehmen.
Bezirk Ried gehört zu den engagiertesten Regionen
„Die Versorgungslage in Oberösterreich ist zur Zeit gut, aufgrund der Blutspendeaktionen im Rahmen von „Gelbes Blut für Rotes Kreuz“ konnten ausreichend Konserven für die bevorstehenden Sommermonate abgenommen werden. Auch die Aktion beim ÖAMTC Stützpunkt Ried lief mit 84 Spendern sehr gut. Der Bezirk Ried liegt im Bezirksranking auf Platz 2“, sagt Christian Dobler-Strehle, Bezirksgeschäftsleiter des Roten Kreuzes Ried.Dennoch mahnt das Rote Kreuz, sich auf diesem Erfolg nicht auszuruhen. Gerade jetzt sei es wichtig, die Spendenbereitschaft aufrechtzuerhalten.„Aufgrund der Sommer- und Urlaubszeit bleiben viele Blutspender aus. Daher setzt die Blutzentrale Oberösterreich bereits zu Sommerbeginn Maßnahmen, um Engpässen entgegenzuwirken. Besonders Vereine, das Bundesheer, Polizei, Feuerwehr und Mitglieder der Landjugend unterstützen uns tatkräftig.“, erklärt Christian Dobler-Strehle.Hinzu komme, dass manche Menschen nach Fernreisen oder einem Zeckenstich vorübergehend nicht Blut spenden dürfen. Dadurch sinkt die Zahl der verfügbaren Spender zusätzlich.
Blutspenden ist unkompliziert
Blut spenden können grundsätzlich gesunde Personen, die die medizinischen Voraussetzungen erfüllen. Vor jeder Spende findet ein Gesundheitscheck statt, bei dem unter anderem Blutdruck, Puls und der Hämoglobinwert kontrolliert werden. Erst danach entscheidet das medizinische Personal, ob einer Blutspende nichts im Wege steht.Der eigentliche Spendenvorgang dauert lediglich fünf bis zehn Minuten. Insgesamt sollten Spender rund eine Stunde für Anmeldung, Untersuchung, Blutspende und die anschließende Erholung einplanen.Trotzdem halten sich hartnäckig einige Vorurteile. Viele Menschen glauben noch immer, Blutspenden sei schmerzhaft oder besonders belastend.Dabei kann das Rote Kreuz Entwarnung geben. Der kurze Einstich der Nadel ist meist der einzige Moment, der überhaupt spürbar ist. Gleichzeitig profitieren Spender von einem kleinen Gesundheitscheck und leisten einen unschätzbaren Beitrag für Menschen, die dringend auf Blutkonserven angewiesen sind.
Ein kleiner Aufwand mit großer Wirkung
Besonders Erstspender möchte das Rote Kreuz ausdrücklich ermutigen. „Ich kann jeden nur ermutigen, diesen Schritt zu wagen. Eine Blutspende dauert nicht lange, ist medizinisch bestens begleitet und kann im Ernstfall Leben retten“, sagt Christian Dobler-Strehle.Viele Menschen seien nach ihrer ersten Blutspende positiv überrascht, wie unkompliziert und angenehm der gesamte Ablauf sei.„Mit einer einzigen Blutspende kann mehreren Menschen geholfen werden – ein größerer Beitrag zur Solidarität ist mit so wenig Zeitaufwand kaum möglich. Wer gesund ist und die Voraussetzungen erfüllt, sollte die Gelegenheit nutzen. Vielleicht wird aus der ersten Blutspende ja eine gute Gewohnheit“, so Dobler-Strehle.
Digitale Unterstützung spart Zeit
Wer seinen Blutspendetermin möglichst unkompliziert erledigen möchte, kann die „Mein Blut“-App des Roten Kreuzes nutzen. Darüber lässt sich nicht nur ein passender Termin reservieren, sondern auch der Gesundheitsfragebogen bereits bequem zu Hause ausfüllen.Das verkürzt die Wartezeit vor Ort deutlich. So bleibt nach der guten Tat noch genügend Zeit für einen Besuch im Freibad oder ein Eis an einem heißen Sommertag.Fest steht: Blut kann bis heute nicht künstlich hergestellt werden. Jede einzelne Blutkonserve stammt von einem freiwilligen Menschen, der bereit ist, einen kleinen Teil seiner Zeit zu schenken. Gerade in den Sommermonaten entscheidet diese Bereitschaft oft darüber, ob Patienten rechtzeitig versorgt werden können.


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