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Tapfer verteidigt, zu harmlos in der Offensive: SV Ried verliert beim Meister

Reinhard Spitzer, 25.10.2015 16:10

RIED IM INNKREIS. Nur sechs Gegentreffer musste die SV Josko Ried in den letzten sechs Runden einstecken. Dass in diesem Zeitraum bloß fünf Punkte auf die Habenseite wanderten, ist freilich eine ganz andere Geschichte.

Patrick Möschl (M.) traf bei der Auswärtsniederlage gegen Meister Salzburg zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Foto: GEPA

Gut verteidigt und trotzdem verloren oder zumindest nicht gewonnen. Dieses bekannte Lied mussten die Innviertler Kicker seit dem 1:1 bei der Wiener Austria am 12. September wiederholt anstimmen. Es folgten der 2:0-Heimsieg gegen Altach, die 0:1-Niederlagen gegen Rapid und Mattersburg, das 1:1 beim Wolfsberger AC und zuletzt das 1:2 bei Meister und Tabellenführer Red Bull Salzburg.

SVR bei Jubiläum dabei

Mit seinem 100. Bundesligatreffer im 100. Spiel schoss Ausnahmekönner Jonatan Soriana den haushohen Favoriten in Führung. Mit der ersten Rieder Chance glich Patrick Möschl aus (28.). Nur vier Minuten später stellte Naby Keita auf 2:1 für die „Mozartstädter“ und stellte die alte Rangordnung wieder her. „Wir mussten herkommen und uns stellen, hätten gerne einen Punkt mitgenommen. Daraus ist leider nichts geworden“, verglich Trainer Paul Gludovatz das Spiel der 13. Runde mit einem Zahnarztbesuch, „aber dort tut es weh“. Der Burgenländer impfte seiner Mannschaft offensichtlich Mut vor dem Duell mit dem schier übermächtigen Gegner ein. Die SVR-Kicker verkauften ihre Haut teuer und gingen engagiert in die Zweikämpfe, von denen sie mehr als 54 Prozent (91 von 167) gewannen. Dass letztlich die spielerischen Mittel vor allem in der Offensive fehlten, die „Bullen“ wirklich in Bedrängnis zu bringen, ist auch nicht wegzudiskutieren. Positiv: in Salzburg in ein Debakel wie zuletzt die Admira (0:8) wollte die SV Ried nicht laufen, Kampfgeist und Moral stimmten.

Offene Rechnung begleichen

Nach dem „Retourspiel“ gegen Red Bull Salzburg im Achtelfinale des ÖFB Samsung Cups (Di., 27. 10., 19 Uhr) empfängt die SV Josko Ried in der Punktejagd Admira Wacker Mödling (Sa., 31. 10., 18.30 Uhr). Mit den Niederösterreichern haben Kapitän Thomas Gebauer und Co. eine offene Rechnung mit wenig erfreulichem Saldo zu begleichen. Im ersten Saisonduell setzte es eine 1:3-Auswärtspleite, bei der die SVR nach nur 47 Minuten 0:3 zurück lag. www.svried.at


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