Zahl der Insolvenzen sind im Bezirk Ried rückläufig
BEZIRK RIED. Wie die Insolvenzstatistik des Österreichischen Verbands Creditreform zeigt, ist die Zahl der Firmenpleiten und Privatinsolvenzen im Bezirk Ried rückläufig.

Neun Unternehmen aus dem Bezirk waren 2021 zahlungsunfähig, sieben weniger als im Jahr davor, wo es 16 Firmenpleiten gab. Die Gesamtzahl an Firmeninsolvenzen in Österreich (3.076, davon 2.078 eröffnete Insolvenzen) ist nach dem starken Einbruch seit Beginn der Corona-Pandemie nur mehr um ein Prozent zurückgegangen. Ein Blick in die Details zeigt, dass dieser Trend der letzten eineinhalb Jahre nun zu Ende geht. Die Zahl der eröffneten Verfahren ist erstmals seit sechs Quartalen um 12,3 Prozent auf über 2.000 gestiegen. Betrachtet man allein das 4. Quartal 2021, so zeigt sich, dass die Zahl der eröffneten Verfahren um 174 Prozent angestiegen ist. Als Grund für die „Normalisierung“ des Insolvenzgeschehens sieht der Gläubigerschutzverband Creditreform das Auslaufen der Stundungen durch ÖGK und Finanzämter und die vermehrte Antragstellung auf Insolvenzeröffnung durch diese Institutionen. Dazu kommt, dass viele Unternehmer durch die Pandemiesituation, in der eine betriebswirtschaftliche Planbarkeit erschwert wird, die Reißleine gezogen haben.
Trendumkehr
Die Zahl der Privatinsolvenzen im Bezirk Ried lag 2021 bei 27 (im Jahr 2020: 36). Österreichweit liegt sie bei 7.657 (2020: 7.974). Staatliche Hilfen und die schnelle Erholung der Wirtschaft hätten die Arbeitslosigkeit und damit die Insolvenzen weiter zurückgehen lassen. Doch seit Herbst gäbe es eine Trendumkehr, ausgelöst durch die Reform des Insolvenz-rechts. Anstatt von fünf Jahren kann man sich seiner Schulden nun in drei Jahren entledigen.


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