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Online Redaktion, 08.05.2023 11:18

ZAGREB/JAKOVLJE/RIED. Das Gemeinsame zu stärken stand im Mittelpunkt einer Delegationsreise rund um Landtagspräsident Max Hiegelsberger. Das beliebte Urlaubsland ist seit Jänner Teil des Schengenraums und punktet neben offenen Grenzen vor allem mit verfügbaren Arbeitskräften. Und: Der Mindestlohn in Kroatien liegt bei 700 Euro, zwölf Mal pro Jahr.

Besuch im FACC Werk für Kabineninnenraum in Jakovlje, Kroatien: Honorarkonsul Kroatiens Friedrich Schopf, Edvin Brcic und Kurt Pieringer (FACC), Max Hiegelsberger (von links) (Foto: Schaurhofer)

Davon profitieren zahlreiche Unternehmen, darunter die FACC, die in Jakovlje ein Hightech-Werk zur Produktion von Leichtbauteilen für die Kabineninnenräume der Airbus-Typen 320 und 350 und diverser Business Jets betreibt. Fünf Länder standen für den Werksbau zur Auswahl, verfügbare Arbeitskräfte waren ein wesentliches Kriterium. Das Werk wurde im Dezember 2021 in Betrieb genommen, mit der nächsten Ausbaustufe wird heuer begonnen.

Gemeinsam profitieren

Aktuell arbeiten rund 200 Mitarbeiter am Standort in Jakovlje, bis 2025 sollen es 600 werden. Täglich werden 400 Bauteile in sehr viel Handarbeit produziert, jedes gefertigte Stück passiert zwei Qualitätskontrollen, um den Ansprüchen der Kunden und Fluggäste zu genügen. Angst um seinen Arbeitsplatz braucht in Ried deswegen niemand haben: „Der Arbeitskräftebedarf im Innviertel ist ein sehr hoher und fast nicht mehr erfüllbar“, so Max Hiegelsberger, „unser Betrieb im Innviertel kann im Forschungsbereich Schwerpunkte setzen, und Produktionen in eine Region geben, die diese Investitionen dringend brauchen.“

Ein gutes Miteinander

Die Beziehungen zu Kroatien sind traditionell gut: Österreichs Unterstützung bei den Unabhängigkeitsbestrebungen 1991 hallt nach, gemeinsame wirtschaftliche Interessen und die Zusammenarbeit auf Bildungsebene schweißen zusammen. Großes Interesse bekunden Kroatiens Regierungsvertreter an einer Zusammenarbeit in der Landwirtschaft. Für die österreichischen Sommerurlauber sollten durch den erfolgten Beitritt zum Schengenraum die Wartezeiten an der slowenischen Grenze vorbei sein. Zu rechnen ist mit Preissteigerungen: Die Inflation in Kroatien liegt bei rund zehn Prozent, seit Jänner zahlt man mit dem Euro.


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