Klimafachtag in Ried: Boden, Betriebe und die Zukunft im Fokus
RIED. Wie sich Landwirtschaft, Wirtschaft und Gesellschaft auf die Folgen des Klimawandels einstellen können, steht im Mittelpunkt des Klimafachtags 2026 am Dienstag, 20. Jänner, in der Bauernmarkthalle Ried.
Der Klimafachtag richtet sich nicht nur an Landwirte, sondern auch an regionale Entscheidungsträger sowie an interessierte Bürger. Ziel ist es, aktuelle Entwicklungen aufzuzeigen sowie konkrete Lösungsansätze und Tipps für Praxis, Wirtschaft und Gesellschaft zu vermitteln.
Praxisnahe Einblicke am Nachmittag
Der Fachnachmittag ab 13 Uhr widmet sich schwerpunktmäßig der Landwirtschaft. Vorträge beleuchten klimatische Veränderungen am Betrieb, Herausforderungen im Pflanzenschutz sowie den Zusammenhang von Boden, Humus und Klima.
Experten der Landwirtschaftskammer OÖ, des Landes Oberösterreich und der wpa Beratende Ingenieure GmbH geben dazu konkrete Handlungsempfehlungen. Ein Höhepunkt: die Diskussion, ob energieautarke Bauernhöfe Zukunftsvision oder baldige Realität sind. Auch Fragen der Flurneuordnung und der Anpassung an den Klimawandel stehen auf dem Programm.
„Der Klimawandel ist längst im Alltag unserer Betriebe angekommen. Viele stehen vor neuen Herausforderungen – aber es entstehen auch Chancen. Genau darüber wollen wir offen reden“, sagt Elisabeth Murauer von der Boden.Wasser.Schutz.Beratung.
Für Landwirte besonders relevant: Der Nachmittagsblock wird als vierstündige Weiterbildung für die ÖPUL-Maßnahme „Vorbeugender Grundwasserschutz – Acker“ anerkannt.
Das Abendprogramm
Ab 18.30 Uhr rückt der gesellschaftliche Rahmen stärker in den Fokus. Thematisiert werden die Auswirkungen des Klimawandels auf die Region sowie Reaktionen von Wirtschaft, Politik und Konsumenten.
Alexander Ohms von GeoSphere Austria gibt einen Überblick über regionale Klimaveränderungen und Entwicklungen bei Extremwetterereignissen und Temperaturtrends in Oberösterreich. Ergänzend liefern Fachleute aus Wasserwirtschaft und Wirtschaftspolitik Einblicke in Themen wie Grundwassertrockenheit und die Herausforderungen des europäischen Green Deals.
Den Abschluss bildet eine Podiumsdiskussion mit den Referenten über Wege in eine klimaresiliente Zukunft. Dann klingt der Abend in gemütlichem Rahmen aus.
Kostenlos und flexibel
„Klimaschutz gelingt nur gemeinsam. Deshalb soll der Klimafachtag bewusst Begegnung, Wissen und Austausch fördern“, betont Thomas Wallner, Referatsleiter der Boden.Wasser.Schutz.Beratung.
Der Klimafachtag ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Fachnachmittag und das Abendprogramm können auch einzeln besucht werden. Veranstalter sind die Klima- und Energie-Modellregion (KEM) Inn-Kobernaußerwald und die Boden.Wasser.Schutz.Beratung der Landwirtschaftskammer Oberösterreich.
Das detaillierte Programm ist online abrufbar unter www.mitten-im-innviertel.at/veranstaltungen/klimafachtag-landwirtschaft/
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