Große Feier zum Jubiläum: 160 Jahre Sparkasse Ried-Haag
RIED/HAAG. Rund 500 Gäste folgten der Einladung der Sparkasse Ried-Haag zum Wirtschaftsempfang anlässlich ihres 160-jährigen Bestehens. Neben einem Impulsvortrag von Politikberater Thomas Hofer war auch der Auftritt eines Mentalisten Teil des Events.
Zu den Ehrengästen zählten etwa Landtagspräsident Max Hiegelsberger und die Bürgermeister von Ried und Haag, Bernhard Zwielehner und Konrad Binder. Kati Hochhold übernahm die Moderation, die HBLW das Catering.
Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Christian Haid und der neue Vorstand Stefan Knödlstorfer gaben einen Rückblick auf die Erfolgsgeschichte der Sparkasse Ried-Haag. Inzwischen zählt die Institution rund 23.000 Kunden.
Das Jahr 2025 war von vielen Unruhen geprägt. Die Inflation stieg deutlich. 2026 könnte für die Wirtschaft, mit Blick auf die politischen Spannungen, nach wie vor herausfordernd werden. „Wir gehen aber davon aus, dass die Zinsen in Europa gleich bleiben“, sagt Haid.
„Emokratie“ als Gefahr
Politexperte Hofer sprach außerdem über die „Emokratie“ als Gefahr für die Wirtschaft. Statt auf Zahlen, Daten, Fakten werde in der Politik vermehrt auf Emotionen gesetzt. Paradebeispiel hierfür ist ihm zufolge Donald Trump. Dass er die Wahl gewonnen hat, kam für den Experten nicht überraschend. Er sei durchaus ein kraftvoller politischer Kommunikator.
Als weitere große Herausforderung sieht Hofer das Thema KI und ihre Fähigkeit, täuschend echte Videos zu produzieren. Vor allem im Wahlkampf sei das fatal.
Die österreichische und europäische Politik versäume es, mittel- bis langfristige Strategien zu verfolgen. Hofer appelliert an die Politik, den Glauben an die eigene Wirkkraft zurückzugewinnen. Es sei wichtig, wieder ein verbindendes, lösungsorientiertes Schaffen zu etablieren.
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