„Ich bin ein Gesellschaftsmensch“
ROHR. 1939 in Rohr geboren, ist Karl Schneider ein echtes Gemeinde-Urgestein. Der gelernte Huf- und Wagenschmied hat erfolgreich ein Autohaus aufgebaut.

„Ich wurde in eine Schmied-Dynastie hineingeboren“, erzählt Karl Schneider im Gespräch mit Tips. Der 79-Jährige wuchs mit drei Geschwistern in Rohr auf und absolvierte im elterlichen Betrieb die Lehre. Später machte er in vier verschiedenen Berufen die Meisterprüfung. Das Schmieden ist noch heute seine Leidenschaft, beruflich hat er einen anderen Weg eingeschlagen und in den 60er-Jahren gemeinsam mit seinem Bruder ein eigenes Gewerbe angemeldet. Ohne Startkapital.
Erstes Auto war ein Käfer
„Wir haben Traktoren und Landmaschinen vertrieben“, erinnert sich Schneider, der sich auch das erste Auto, einen VW Käfer, mit seinem Bruder teilte. Der erste Subunternehmer-Vertrag mit Opel kam 1968 – vor genau 50 Jahren – zustande. „Im ersten Jahr haben wir drei neue Fahrzeuge verkauft. Ich habe mich immer in das Gebrauchtwagengeschäft reingehängt. Da war etwas zu verdienen“, sagt Schneider, der von 1995 bis 2005 Innungsmeister in der Wirtschaftskammer war. „Das habe ich nicht angestrebt, es hat mir dann aber richtig getaugt“, so das Original aus Rohr. Schneider ist seit 51 Jahren mit seiner Marianne verheiratet. Daniel, der älteste der drei Söhne, hat 2002 den Betrieb übernommen und weiter ausgebaut (derzeit 22 Mitarbeiter). Den Deal mit der Marke Kia hat noch der Vater eingefädelt.
Bürgermeister: keine Zeit
16 Jahre hat sich Schneider für die ÖVP im Gemeinderat engagiert und hätte 1979 Bürgermeister werden sollen. „Dafür war ich im Betrieb zu beschäftigt“, erzählt der 79-Jährige. Großes Hobby neben dem Schmieden ist die Musik, mit seiner „Quetschen“ ist er ein gern gesehener Gast. „Ich bin ein Gesellschaftsmensch“, so Schneider.


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