ROHRBACH-BERG/BEZIRK Dass der Bezirk ein Hallenbad braucht, hat die Region euphorisiert: Wie ein solches irgendwann aussehen könnte, haben sich Andreas Hannerer und Andreas Lindorfer in Bamberg (D.) vor Ort angesehen. Auch zur gemeindenübergreifenden Finanzierung existieren bereits Pläne.
Zwei Rutschen, ein Kinderbecken mit einem Piratenschiff zum Spielen, ein großzügiger Wellness- und Freizeitbereich, Sauna und ein Sportbecken: „So ein Hallenbad, das wär“ schon was“, sagen die Kommunalpolitiker Andreas Hannerer und Andreas Lindorfer, die den mehr als 300 Kilometer langen Weg nach Bamberg auf sich nahmen. Dort steht nämlich das Bambados, Europas erstes Hallenbad mit Passivhaus-Standard. Zustande gekommen ist dieser parteiübergreifende Ausflug auf Initiative von Hannerer, der alles organisierte. Gefahren sind beide auf eigene Kosten. Der Grund für diesen Badeausflug ist folgender: In der letzten Gemeinderatssitzung, vor der Fusion mit Berg, meldeten die Rohrbacher noch ihr Interesse als Hallenbad-Standort an. „Wir wollen beim Bau eines Bades neue Wege beschreiten. Die Umwelt ist ein Argument, das in einer Klima- und Energie-Modellregion nicht zu kurz kommen soll“, erklären beide. Synergien mit Freibad?Obwohl noch lange nichts fix ist, haben beide auch schon eine Idee, wohin man das Bad in Rohrbach-Berg bauen könnte. Neben dem AquaRo wäre eine freie Fläche und Synergien mit dem Freibad könnten gut genutzt werden. Besonders am Herzen liegt Hannerer und Lindorfer der Freizeitbereich des Bades. Auch Christoph Jeromin, Chef des Bambados gab den Gemeindepolitikern den Tipp, diesen großzügig zu gestalten. Neben den Baukosten müssen auch die Abgänge, die sich im laufenden Betrieb ergeben überschaubar und gedeckt sein. Ein Faktuum, das Lindorfer als oberster Buchhalter der Stadt Rohrbach kennt. Trotz guter Auslastung sind AquaRo und die Bezirkssporthalle Abschreibposten, die sich nicht rechnen (können). Solidarische FinanzierungAuch die Bäderstudie des Landes spricht dieses Problem an: Darin heißt es, dass ein Hallenbad im Bezirk nur dann gebaut werden kann, wenn es ein solidarisches, gemeindenübergreifendes Finanzierungsmodell gibt. Ein solches hat Dominik Reisinger, SP-Bezirksvorsitzender und Bürgermeister von Haslach im Zuge seiner Bemühungen zum Erhalt des Hallenbades in Haslach ausgearbeitet. „Ich lade nochmals alle Bürgermeister ein, mit mir darüber zu diskutieren und auch ihre Vorschläge einzubringen. Das Kirchturmdenken hat keinen Platz mehr.“
Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden