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Ein heißer Sommer bringt viele Wespen

Leserartikel Christian Hartl, 11.08.2015 08:02

BEZIRK ROHRBACH. Die überdurchschnittlich hohen Temperaturen sind ideal für die Vermehrung der Wespen: Regelmäßig im Einsatz sind die Feuerwehren. Sie helfen, größere Wespennester in Hausnähe zu entfernen.

Trotz ihres schlechten Rufes sind Wespen nicht aggressiv. (c) Radka Schöne/www.pixelio.de
Trotz ihres schlechten Rufes sind Wespen nicht aggressiv. (c) Radka Schöne/www.pixelio.de

Sie sind schwarz-gelb gestreift und ungebetene Gäste auf jeder Grill- und Gartenparty: Die gemeine Wespe oder Vespula vulgaris hat derzeit Hochsaison. Die derzeitige Hitzewelle sorgt dafür, dass die Tiere in vielen Teilen der Region vermehrt herumschwirren. „Wir sind immer wieder im Einsatz“, sagt Bezirksfeuerwehrkommandant Josef Bröderbauer, der viele Wespen-Experten unter den vielen Kameraden im Bezirk hat: „Derzeit halten sich die Einsätze noch im Rahmen – es kann aber mehr werden, wenn die Früchte auf den Bäumen reif werden.“ Wespen-geplagten Zeitgenossen rät er, die Nester ausfindig zu machen. Wenn sich diese beispielsweise bei der Eingangstür oder am Haus befinden, rät er, die Feuerwehr zur Hilfe zu rufen. Die anrückenden Kameraden haben die notwendige Schutzkleidung, um Wespennester zu entfernen.

Keine Ausbrenn-Aktionen

Die Entfernung eines Wespennestes soll idealerweise in den Abendstunden oder zeitig in der Früh erfolgen, wenn die Tiere zu Hause sind. „Vom Ausräuchern rate ich ab“, sagt Bröderbauer, „da kann oft mehr passieren, als es hilft.“ Die derzeitige Wetterlage gibt ihm Recht. Wegen der anhaltenden Dürre ist die Gefahr von Flurbränden hoch. Wie aber hält man Wespen fern?

  • Wespen wegzupusten ist der falsche Weg – das Kohlendioxid in der Atemluft macht die Tiere aggressiv, heißt es von Biologen. Das Beste ist, Ruhe zu bewahren. Die Tiere sind trotz ihres schlechten Rufes nicht aggressiv.
  • Eine gute Möglichkeit, sie vom im Freien gedeckten Tisch fernzuhalten, ist an einer anderen Stelle eine „Wespentafel“ mit Früchten wie Weintrauben zu decken.
  • Der Geruch von Basilikum soll anscheinend die Wespen vertreiben. Ähnliche Wirkungen sollen auch Zitronen mit Nelken oder Lavendel auslösen.
  • Modefreaks aufgepasst: Grelle Kleidung mit großen, leuchtenden Mustern, Blumen etc. haben angeblich eine große Anziehungskraft auf Wespen.
  • Ein brauner Papiersack -aufgehängt an einem Baum in der Nähe - soll ein Wespennest simulieren. Die Insekten könnten dadurch Angst bekommen, in fremdes Territorium zu gelangen.

Wespenstich-AllergieEinige Menschen reagieren auf Wespenstiche allergisch. „Die Symptome reichen vom juckenden Ausschlag und Nesselsucht, Schwellungen im Halsbereich mit Atemnot bis zum Schock“, sagt Primar Anton Ebner vom LKH Rohrbach. In manchen Fällen besteht sogar Lebensgefahr. Hier ist unverzüglich ärztliche Hilfe notwendig.


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