Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

ROHRBACH-BERG. Der 10. September ist Stichtag im Rehazentrum für junge Leute: Dann ziehen die ersten Patienten ein, sukzessive wird die Belegung dann gesteigert.

  1 / 3   Der Kaufmännische Direktor Peter Pröll (l.) und Bürgermeister Andreas Lindorfer bei einem Rundgang durch das fast fertige Gebäude. Foto: Gahleitner

Momentan wird die EDV installiert, medizinische Geräte aufgestellt, die Räume komplettiert, Mitarbeiter zugewiesen, das ganze Gebäude durchgeputzt – es gibt noch einige Kleinigkeiten zu tun, bis im September das Haus in Betrieb genommen wird. „Wir starten mit einem Team von etwa 50 Mitarbeitern, im Endausbau sollten es doppelt so viele sein“, informiert der Kaufmännische Direktor Peter Pröll, für den diese Arbeit nichts Neues ist. Er hat bereits die Altenheime in Ulrichsberg und Aigen aufgebaut und war auch bei jenem in Rohrbach-Berg beteiligt. Ob es sich nun um eine Einrichtung für ältere Menschen oder so wie bei der Reha für Junge handelt, sei egal, „es gibt viele Parallelen im Grundansatz und im organisatorischen Aufbau“, weiß Pröll aus Erfahrung. Er leitet die Kinder-Reha in Rohrbach-Berg gemeinsam mit der Ärztlichen Direktorin Evelyn Lechner und Pflegedirektorin Elisabeth Radon.

Im „kokon“ bestmöglich genesen

Seit wenigen Tagen ist das Rehazentrum für Patienten-Zuweisungen durch die Sozialversicherungsträger freigeschaltet. „Wir nehmen diese Anträge und Bewilligungen entgegen und nehmen Kontakt zu den Patienten auf“, erklärt Pröll. Das „kokon“ bietet Platz für 77 Kinder und Jugendliche zwischen 0 und 18 Jahren; dazu kommen 67 Betten für bewilligte Begleitpersonen. „Der Name steht für ein schützendes Haus, in dem sich Kinder und Familien in gemütlichem Ambiente und Wohl-Fühl-Umgebung entwickeln und bestmöglich genesen können. Bis auf Onkologie decken wir in unserem Haus fast alles ab“, informiert der Kaufmännische Direktor. Die neue Einrichtung bietet neben Therapiebad, Turnsaal und anderen Sport- und Freizeitmöglichkeiten auch eine Heilstättenschule vor Ort und geeignete Kleinkindbetreuung.

Positive Nebenwirkungen

Für die Stadtgemeinde Rohrbach-Berg ist das Rehazentrum für junge Leute die größte Baustelle seit dem Bau des Krankenhauses Anfang der 1980er-Jahre. „Obwohl es so ein Riesen-Gebäude ist, fügt es sich architektonisch gut in das Stadtbild ein“, freut sich Bürgermeister Andreas Lindorfer. Außerdem entstehen mehr als 100 Arbeitsplätze, damit gehört „kokon“ zu den größten Arbeitgebern der Region. Viele Mitarbeiter kommen aus dem Zentralraum wieder zurück, was am Rohrbach-Berger Wohnungsmarkt und auch in den umliegenden Gemeinden spürbar ist. Lösungen müsse die Stadtgemeinde allerdings noch im Bereich der Hotellerie und Gastronomie schaffen, um Besuchern und Begleitpersonen mehr Angebot bieten zu können. Lindorfer sagt dazu: „Jeder, der ein Gasthaus oder Cafe eröffnen will, ist willkommen. Es laufen zwar einige Gespräche und Verhandlungen, gibt aber noch nichts Konkretes.“


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden