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BEZIRK. Um Fledermäusen ein zusätzliches Quartierangebot zu schaffen, brachten der Naturschutzbund und die Koordinationsstelle für Fledermausschutz und –forschung vor einiger Zeit im Tal der Kleinen Mühl zwischen Peilstein und Julbach über hundert Fledermaus-Spaltenquartiere an Haus- und Stadelwänden an. Nun wurde kontrolliert, ob die Tiere die künstlichen Quartiere auch annehmen.

Auch wenn es nun mehr Fledermäuse im Bezirk gibt, begegnen wird man ihnen nur selten. Die Tiere sind nämlich nachtaktiv. Foto: Kropfberger

Fünf Mopsfledermaus-Wochenstuben mit zwischen zehn und 60 Tieren konnten nachgewiesen werden. Darunter alte Bekannte: Vor Jahren bekamen zahlreiche Mopsfledermäuse für eine Diplomarbeit eine Ringmarkierung. Einige dieser Tiere konnten nun wiedergefunden werden. Die älteste Mopsfledermaus-Dame ist mittlerweile elf Jahre alt.

Fledermäuse gehören heute zu den am stärksten gefährdeten Wirbeltieren. Durch Renovierung älterer Gebäude und die oft sehr „glatten“ und versiegelten Fassaden neuer Gebäude haben spaltenbewohnende Fledermäuse, wie eben die Mopsfledermaus, immer weniger Möglichkeiten, ein geeignetes Quartier zu finden.

21 verschiedene Arten

In Oberösterreich sind derzeit 21 verschiedene Fledermausarten nachgewiesen. Mopsfledermäuse zählen mit einer Flügelspannweite von bis zu 30 Zentimetern und einem Gewicht von durchschnittlich 10 Gramm zu den mittelgroßen, heimischen Fledermäusen. Die kleinste heimische Art, die Zwergfledermaus, wiegt nur so viel wie ein 20 Cent Stück, passt mit angelegten Flügeln bequem in eine Zündholzschachtel und hat dennoch eine Flügelspannweite von 20 Zentimetern. Die größte heimische Art ist die Mausohrfledermaus mit einer Flügelspannweite von rund 40 Zentimetern.

Nachtaktive Insektenfresser

Fledermäuse sind nachtaktiv. Den Tag verbringen sie im Sommer auf Dachböden, in Baumhöhlen oder in Spalten an Gebäuden. Im Winter ziehen sie sich in ein Winterquartier, meist eine Höhle oder ein Stollen, zurück. Auf ihrem Speiseplan stehen Insekten, Spinnentiere und andere kleine wirbellose Tiere. Um ihren Weg durch die Dunkelheit zu finden, orientieren sich Fledermäuse nicht mit ihren Augen, sondern mittels Ultraschall-Echoorientierung. Dabei werden Rufe durch die Nase oder den Mund ausgestoßen. Die reflektierten Echos können von den Tieren wahrgenommen und zu einem Hörbild verarbeitet werden. Mit dieser Technik können sich die Fledermäuse ein gutes Bild von ihrer Umgebung machen.


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