Gemeinsam gegen den Müll auf Feldern und Wiesen
BEZIRK ROHRBACH/OÖ. Bei der Abfallproblematik ziehen Landwirtschaftskammer und Landesabfallverband an einem Strang.

Nicht nur Straßenmeistereien sammeln achtlos weggeworfenen Müll entlang von Straßen ein, auch Landwirte kennen das Problem von Abfällen auf ihren Feldern und Wiesen. Die Grundeigentümer müssen für die Entsorgung selbst aufkommen, wenn – wie in den allermeisten Fällen – der Verursacher nicht festzustellen ist. Die Landwirtschaftskammer ist deshalb für die Einführung eines Pfandsystems für Einwegflaschen und Metalldosen, um die Verschmutzung von landwirtschaftlichen Flächen einzudämmen. „Wir glauben, dass ein Pfandsystem nach dem Vorbild Deutschlands umsetzbar ist und werden Forderungen in diese Richtung an die künftige Bundesregierung unterstützen“, betont die Präsidentin der Landwirtschaftskammer OÖ, Michaela Langer-Weninger. Sie bricht bei dieser Gelegenheit eine Lanze für die Direktvermarktung: Diese komme durch das Naheverhältnis zum Kunden oft mit weniger Verpackung aus und brauche zudem keine langen Transportwege.
Jährlich 10.000 Liter Abfälle
Dass Maßnahmen gegen das achtlose Wegwerfen von Müll notwendig sind, kann man beim Bezirksabfallverband Rohrbach bestätigen. Laut einer Studie werden jedes Jahr allein entlang der Bundesstraße Rohrbach – Altenfelden - Lembach 10.000 Liter Abfälle aus dem Autofenster geworfen oder einfach neben der Straße abgestellt. Littering-Hotspots sind laut dem BAV vor allem die Ein- und Ausfahrtsbereiche von Betrieben, Tankstellen und Take Away-Restaurants. Die Reinigungskosten für diesen Straßenabschnitt machen etwa 3.400 Euro pro Jahr aus.
Beim Müll handelt es sich in erster Linie um Aludosen, PET-Flaschen, Zigarettenstummeln, Kaffeebecher, wie auch die jährlichen Müllsammel-Aktionen der Gemeinden zeigen. 22 Gemeinden mit knapp 1.500 Freiwilligen haben heuer 400 Säcke voll gesammelt. Dabei kamen auch Sperrmüll, Autoreifen oder Altholz zum Vorschein.
Roland Wohlmuth, Vorsitzender des Landesabfallverbandes, ergänzt: „Wir wollen zur Bewusstseinsbildung beitragen, Abfall richtig zu entsorgen und nicht einfach wegzuwerfen.“ Für diese Kampagnen brauche es starke Partner.


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