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BEZIRK ROHRBACH. In dieser herausfordernden Corona-Situation wird der ganze Bezirk durch das Bezirksrettungskommando geleitet. Und die Rotkreuzler haben die Situation gut im Griff.

  1 / 2   Im Stab des Roten Kreuzes hat jeder seine Aufgabe. Das Bild zeigt Patrick Starlinger und Stefan Wilhelm (v.l.), die im Sachgebiet Versorgung tätig sind. Foto: Rotes Kreuz/Fuchs

Hannes Raab ist seit 27 Jahren als Bezirksgeschäftsleiter des Roten Kreuzes und somit als Bezirksrettungskommandant tätig. Dass aber das Rote Kreuz die technische Einsatzleitung übernimmt, hat er noch nie erlebt, denn meist übernehmen Feuerwehr oder Polizei diese Funktion. „Wir sind als Stab organisiert und koordinieren Maßnahmen für den ganzen Bezirk, um die Krise Covid-19 zu bewältigen. So können wir auch auf Lageänderungen rasch reagieren“, sagt Raab.

Auf mögliche Szenarien vorbereitet

Und nennt etwa die Testung des ganzen Altenheims Aigen-Schlägl mit 135 Personen in der Vorwoche, nachdem bei drei Mitarbeitern Covid-19 bestätigt wurde. „Das war eine logistische Herausforderung, aber wir waren auf so ein mögliches Szenario vorbereitet.“ Alle Bewohner waren übrigens negativ.

Rund 700 Probeabnahmen wurden bislang durch das Rote Kreuz nach behördlichem Auftrag bei der Teststation oder durch das mobile Team durchgeführt. Dazu kommen täglich etwa vier Transporte von Covid-Patienten, für die vorerst drei Fahrzeuge umgerüstet wurden. Der Rotkreuz-Markt sowie Essen auf Rädern kann dank Unterstützung durch das Team Österreich aufrecht erhalten bleiben.

50 Prozent weniger Krankentransporte

„Alles andere wurde zurückgefahren – Krankentransporte etwa um 50 Prozent; der Rettungsdienst um 30 Prozent, denn Notfälle gibt es natürlich immer wieder“, berichtet Raab. Mittlerweile hat sich der Ablauf eingespielt, auch wenn jeden Tag etwas Neues dazukommt. „Wir wachsen mit der Herausforderung“, sagt der Bezirksrettungskommandant, der stolz auf sein Team im Stab und in den Ortsstellen ist.

Relativ stabile Lage

Die behördliche Einsatzleitung liegt bei der Rohrbacher Bezirkshauptmannschaft. Hier meldet man eine „momentan relativ stabile Lage“. „Das lässt sich darauf zurückführen, dass sich unsere Bevölkerung an die vorgeschriebenen Maßnahmen hält“, lobt Bezirkshauptfrau Wilbirg Mitterlehner. Sie appelliert aber gleichzeitig, weiterhin die Ausgangsbeschränkungen einzuhalten. Vor allem soll das Osterfest nicht Anlass für Familienzusammenkünfte sein.


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