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Mobbing, Gewalt in der Familie, Schulangst: Schulsozialarbeiter haben ein offenes Ohr für Schüler und Eltern

Mag. Susanne Überegger, 21.07.2017 10:29

ROHRBACH-BERG. Überaus positiv fällt das Resümee der Schulsozialarbeiter (SuSA) nach fünf Jahren Arbeit aus. Dominik Mühlberger und Judith Wipplinger-Peer stehen Hilfe suchenden Kindern und Jugendlich wöchentlich in zehn Pflichtschulen mit Rat und Tat zur Seite.

Judith Wipplinger-Peer im Beratungsgespräch mit einem Jugendlichen Foto: BH Rohrbach-Berg
Judith Wipplinger-Peer im Beratungsgespräch mit einem Jugendlichen Foto: BH Rohrbach-Berg

„Zum überwiegenden Teil kommen die Kinder selber zu den SuSAs, um sich Unterstützung bei ihren Sorgen und Problemen zu holen. „Häufig geht es um Kränkungen im Zusammenhang mit Ausgrenzung, aber auch um Gewalt in der Familie, Verhaltensauffälligkeiten mit unterschiedlichen Ursachen oder belastende Trennungen der Eltern“, berichtet Judith Wipplinger-Peer von ihrer Arbeit, die gemeinsam mit ihrem Kollegen versucht, den Kindern Hilfestellungen im Entwicklungsprozess zu geben.

Eltern erleben Unterstützung als hilfreich

Eltern, die diese Unterstützung in Anspruch nehmen, erleben diese als hilfreich: „Für mich war SuSA eine extreme Entlastung. In den Gesprächen wurde mir klar, dass es für mein Kind mehr Struktur und Anwesenheit von mir braucht“, erzählt eine Mutter aus Haslach.

„Qualitätssteigerung im Schulbetrieb“

Positive Rückmeldungen kommen auch von Seiten der Schule. Für Direktor Dirk Andreas von der NMS Rohrbach bedeutet SuSA „eine Qualitätssteigerung im Schulbetrieb“ und „sollte zur Selbstverständlichkeit im Schulwesen werden“.

Mobbing an erster Stelle

Unter allen Problematiken, mit denen die SuSas in den Schulen konfrontiert wurden, stehen Konflikte in der Schule, zum Beispiel Mobbing, mit 40,5 Prozent an erster Stelle. 28,6 Prozent entfielen auf die Bereiche Gewalt in der Familie, Vernachlässigung, fehlende Kooperation der Eltern mit der Schule und Sonstiges. 

Zu je 9,5 Prozent betrafen Verhaltensauffälligkeiten (Stören im Unterricht, ADHS,...) und Scheidung/Trennung der Eltern, zu je 7, 1 Prozent Lernschwierigkeiten, Schulverweigerung/Schulschwänzen und Selbstverletzendes Verhalten, zu je 4,8 Prozent Psychosomatik (z.B. Essstörungen), Erziehungsüberforderung und Alkohol-/Suchtmittelmissbrauch einer Erziehungsperson.

Schnelle Hilfe auch in den Ferien

Neben dem direkten Angebot in den teilnehmenden Schulen stehen die SuSAs auch allen Schülern anderer Pflichtschulen und deren Eltern auch in den Ferien für schnelle Hilfe zur Verfügung, etwa bei Schulangst oder drohender Schulverweigerung des Kindes, Tel.: 07289/8851-69431 (Wipplinger-Peer) bzw. -69435 (Mühlberger).


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