Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

BEZIRK ROHRBACH. Menschen zu helfen, für andere da zu sein, ist für viele Mitarbeiter die Motivation für den Rettungsdienst. Bei dramatischen Einsätzen kann es aber auch zu psychischen Ausnahmesituationen für die Helfer kommen. Damit diese nicht zur Belastung werden, gibt es im Roten Kreuz die Stressverarbeitung nach belastenden Einsätzen – SVE.

Reden hilft bei belastenden Einsätzen. Deshalb gibt es die SVE-Mitarbeiter rund um Bezirkskoordinator Klaus Autengruber. Foto: Rotes Kreuz

Der Anblick schwerer Verletzungen, das Erleben heftiger Gefühlsausbrüche, das Miterleben eines tragischen Todes, dramatische Kindernotfälle, Katastrophen und andere schwierige Einsätze mit einer Vielzahl von Toten oder Verletzen oder Einsätze, bei denen man einer großen Gefahr ausgesetzt ist, können von Mitarbeitern als große psychische Belastung erlebt werden.

Mitarbeiter wissen, wann sie Hilfe brauchen

„Ob ein SVE-Einsatz notwendig ist, hängt von vielen Faktoren ab. Im Idealfall erkennt der Mitarbeiter selbst, dass etwas nicht passt und wendet sich an einen ausgebildeten Kollegen. Das braucht natürlich viel Vertrauen, und findet meistens direkt auf der Ortsstelle statt. Bei größeren Ereignissen werden mehrere Mitarbeiter alarmiert“, berichtet Bezirkskoordinator Klaus Autengruber. „Falls weitere, professionelle Schritte notwendig sind, werden die Psychologen der Krisenhilfe Oö. beigezogen.“

30 ausgebildete SVE-Leute

Insgesamt 30 SVE-Mitarbeiter gibt es verteilt auf alle zehn Ortsstellen im Bezirk. 19 Kollegen haben ihre Hilfe im letzten Jahr in Anspruch genommen. „Wobei wir mit Sicherheit eine hohe „Dunkelziffer“ haben, wo zwar miteinander gesprochen wird, es aber nicht als SVE-Gespräch deklariert wird“, sagt Autengruber. Wichtig ist, dass die Mitarbeiter das Erlebte nicht als Belastung in den Alltag mitnehmen. „Früher war es für manche ein Problem zuzugeben, dass sie mit einem Einsatz nicht umgehen können. Dabei ist es eigentlich ein Zeichen von Stärke sich Hilfe zu holen, wenn einem zum Beispiel das Bild eines Verletzten oder Toten nicht mehr loslässt.“

„Tragische Einsätze dürfen belasten“

Besonders tragische Einsätze können und dürfen Einsatzkräfte belasten, ergänzt SVE-Mitarbeiter und Notfallsanitäter Hermann Schoißengeier. „Sorgen muss man sich erst machen, wenn man nichts mehr spürt, wenn man von keinem Notfall mehr berührt wird.“

Stressverarbeitung nach belastenden Einsätzen ist die Erste Hilfe für die Psyche der Sanitäter. Sie ersetzt zwar keine professionelle Hilfe, erkennt aber wenn diese notwendig ist.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Klinikum Rohrbach: Infoabend zu Demenz im Krankenhaus

Klinikum Rohrbach: Infoabend zu Demenz im Krankenhaus

ROHRBACH-BERG. Ein Krankenhausaufenthalt kann für Menschen mit Demenz rasch zur großen Herausforderung werden. Eine Infoveranstaltung im Klinikum ...

Tips - total regionalPetra Hanner
Tarockiererinnen zeigten Eifer beim Kartenspiel für guten Zweck

Tarockiererinnen zeigten Eifer beim Kartenspiel für guten Zweck

HELFENBERG. Trotz schönen Herbstwetters fanden sich 106 Tarockiererinnen beim Haudum in Helfenberg zusammen, um für einen guten Zweck die Karten ...

Tips - total regionalPetra Hanner
Aktiv sein gegen Vergessen und Demenz bei Vortrag und Schnuppertraining in St. Stefan-Afiesl

Aktiv sein gegen Vergessen und Demenz bei Vortrag und Schnuppertraining in St. Stefan-Afiesl

ST. STEFAN-AFIESL. Hin und wieder etwas zu vergessen, ist mit zunehmendem Alter ganz normal. Wo aber die Grenze zu Erkrankungen wie etwa Alzheimer ...

Tips - total regionalPetra Hanner
Segen für neues Spezialfahrzeug zur Waldbrandbekämpfung

Segen für neues Spezialfahrzeug zur Waldbrandbekämpfung

AIGEN-SCHLÄGL. Ein neues Spezialfahrzeug steht künftig im Bezirk Rohrbach für die Bekämpfung von Wald- und Vegetationsbränden in ganz Österreich ...

Tips - total regionalPetra Hanner
Damentarock: Kartenspielen für einen guten Zweck

Damentarock: Kartenspielen für einen guten Zweck

HELFENBERG. Schon zum vierten Mal tarockieren Frauen am 26. September im Gasthof Haudum in Helfenberg für einen guten Zweck.

Tips - total regionalPetra Hanner
Dekoliebe by Eni gönnt sich noch mehr Raum für Kreatives

"Dekoliebe by Eni" gönnt sich noch mehr Raum für Kreatives

HASLACH. Aus der kleinen Selbstbedienungshütte von Verena „Eni“ Leitgeweger wird ein noch größeres Lieblingshäuschen. Weil der Platz ...

Tips - total regionalPetra Hanner
Weitere Beiträge