Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

Trump wird US-Präsident: "Parallelen zum heimischen Wahlkampf zeigen sich auf."

Leserartikel Christian Hartl, 13.11.2016 21:24

BEZIRK ROHRBACH. Eine Riesenüberraschung war der Sieg des Republikaners Donald Trump bei den Präsidentenwahlen in den USA. Tips befragte in den Staaten lebende Rohrbacher. 

© Jens Goetzke/pixelio.de
  1 / 2   © Jens Goetzke/pixelio.de

In den großen Städten demonstrierten mehrere Tage lang Hillary Clinton-Anhänger gegen den Sieg von Donald Trump bei den Präsidentenwahlen. In ländlichen, oft verarmten Gegenden hingegen freuen sich die Bewohner, dass der Milliardär für die Republikaner das Rennen gemacht hat und als 45. US-Präsident in das weiße Haus einzieht. Das Land mit seinen 322 Millionen Einwohnern ist gespalten. Stadt gegen Land oder Arm gegen Reich. Bildung spielt jedenfalls eine große Rolle. „Für die Amerikaner, vor allem für die Trump-Anhänger kam der Sieg weniger überraschend“, verrät Florian Wöss, der die Loxone-Niederlassung in Philadelphia betreut.

„Deftiger Wahlkampf“

Die großen Zeitungen unerstützten Clinton, aber nicht alle. „Der Wahlkampf war sehr hart geführt“, meint Wöss, der Tips ein Foto des Covers eines US-Boulevardmagazins schickte, das „sehr deftig“ Stimmung gegen Clinton machte. Vor allem in ärmeren, ländlichen Regionen zog Donald Trumps aggressiver Wahlkampfstil. Das liegt unter anderem daran, dass sich die dort lebenden Menschen von den sogenannten Eliten vergessen fühlen. So wird es ihnen jedenfalls erzählt.

Stimmung am Land unterschätzt

„Die Stimmung in ländlichen Regionen sind doch unterschätzt worden“, meint auch Benjamin Peherstorfer aus Haslach, der seit drei Jahren in den USA lebt und derzeit an der University of Wisconsin in der Stadt Madison arbeitet. „Obwohl es in den USA unüblich ist, im Büro über Politik zu sprechen, habe ich das Gefühl, dass viele unter einer Art Schockstarre stehen“, verrät er weiter. „Nach der Wahl konnte man spüren, wie deprimiert die Menschen hier sind“, weiß auch Isabella Anreiter aus Pfarrkirchen zu berichten. Sie lebt seit einiger Zeit als Au Pair in der Nähe von Washington DC. Die Tage als die Wahl geschlagen war verbrachte Robert Bogner, gebürtiger Ulrichsberger, in San Francisco, einer Stadt in der die sogenannte Elite lebt. Auch er berichtet von fassungslosen Gesichtern.

Parallelen erkennbar

Für Wöss und Peherstorfer kann man die Präsidentenwahlen in den USA ansatzweise mit der Wahl in Österreich vergleichen. „Hofer spielt mit der Angst und liefert wenig konkrete Vorschläge, Van der Bellen hingegen steht für das politische Establishment“, zieht Wöss Bilanz. „Ich hoffe, dass der Sieg von Trump die Österreicher motiviert, wählen zu gehen“, sagt Peherstorfer.

Mehr über die geschlagene US-Wahl und ihre Verbindungen in den Bezirk Rohrbach lesen Sie in unserer kommenden Printausgabe!


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden