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BEZIRK ROHRBACH. Jubel in schwarz-blau, gedämpfte Stimmung bei Rot und grüne Enttäuschung: Wir haben die Parteispitzen aus dem Bezirk Rohrbach um eine erste Stellungnahme gebeten.

Jubel im ÖVP-Büro: Der Bezirk bleibt mit 44,08 Prozent der schwärzeste Bezirk und auch auf Bundesebene ist man stärkste Partei. "Wir haben unser Ziel erreicht", so BPO Georg Ecker. Foto: Gahleitner

„Wir haben unser Ziel erreicht“, freut sich ÖVP-Bezirksparteiobmann LAbg. Georg Ecker: „Wir sind stärkste Partei und stellen auch den Bundeskanzler. Das ist ein guter Erfolg, auf den wir aufbauen werden.“ Nach den ersten Hochrechnungen herrscht Zufriedenheit und Freude im ÖVP-Büro im Rohrbacher Pflegerhof, wo sich einige Funktionäre bei Brötchen und Getränken zusammengefunden haben. Freude über eine Trendwende: „Noch vor einem halben Jahr haben wir gerade 20 Prozent erreicht, jetzt über 30 - das ist ein hervorragendes Ergebnis“, führt Ecker diesen auf den richtigen Kandidaten zurück.

44 Prozent wählten schwarz

Schaut man sich das Bezirksergebnis an, bleibt Rohrbach der schwärzeste Bezirk: 44,08 Prozent der Wähler gaben ihre Stimme der ÖVP (+ 2,75 Prozent). Mit einem Plus von 8,61 Prozent rückt die FPÖ aber schon näher: Diese erreichte 29,19 Prozent, die SPÖ schaffte 18,80 Prozent. Viertstärkste Partei sind schon die Neos, die es auf 4,14 Prozent schafften, die Grünen erreichen knapp 3 Prozent.

„Dieser Zuwachs für die FPÖ ist gewaltig“

Allen Grund zum Jubeln hat somit FPÖ-Bezirksobfrau LAbg. Ulrike Wall, die sich „auf jeden Fall über ein hervorragendes Ergebnis“ freut. „Wenn ich mir den Zuwachs anschaue, ist das gewaltig. Trotz der Dominanz der ÖVP in unserem Bezirk haben wir ein hervorragendes Bezirksergebnis erreicht.“ Sie weist aber auch auf einige Einzelergebnisse in den Gemeinden hin, die teilweise 35 Prozent für die FPÖ brachten. Für Wall ist der Erfolg auf einen „hervorragenden Wahlkampf zurückzuführen - von ganz oben bis zu den Funktionären im Bezirk. Diese haben sich unheimlich engagiert reingehängt.“ Was das Gesamtergebnis im Laufe des Abends noch bringt, werde man sehen, momentan liegt die FPÖ auf Platz 3.

Gedämpfte Stimmung bei SPÖ

Während im Bezirk Rohrbach die FPÖ noch vor der SPÖ liegt, schaut das bundesweit anders aus: Hier hat sich die SPÖ an zweite Stelle geschoben. Für Bezirksparteivorsitzenden Dominik Reisinger dennoch wenig Grund zur Euphorie: „Wenn man nicht Erster wird, kann man nicht euphorisch sein. Wir werden schauen was die Verhandlungen bringen.“ Er rechnet mit einer schwarz-blauen Koalition und wünscht sich eine „starke Opposition mit Kern an der Spitze.“ Das Bezirksergebnis (18,8 Prozent) „müssen wir zur Kenntnis nehmen, ich bin natürlich nicht glücklich über dieses Ergebnis.“

Grüne Argumente haben nicht überzeugt

Bei den Grünen herrscht ob des großen Minus natürlich große Trauer. „Das Ergebnis ist auf alle Fälle erschreckend“, sagt Bezirksparteiobfrau LAbg. Ulli Schwarz in einem ersten Kommentar. „Wir haben sicher Fehler gemacht und haben die Leute schlussendlich nicht mehr mit unseren Argumenten überzeugen können.“ Viele Stimmen haben die Grünen vermutlich an die Liste Pilz verloren, die den Einzug ins Parlament schaffen wird. „Das sind Verluste für uns Grünen“, sagt Schwarz. Damit es ihre Partei überhaupt in den Nationalrat schafft, müsste sie im Laufe des Abends noch ein wenig zulegen. 

Vorzugsstimmen abwarten

Spannend bleibt es in den nächsten Tagen noch für Rohrbachs ÖVP-Spitzenkandidatin Gerti Scheiblberger, ob sie den Einzug in den Nationalrat schaffen kann. Für sie heißt es abwarten, bis die Vorzugsstimmen ausgezählt sind, was vermutlich noch bis Donnerstag dauern wird. „Ich bin einfach nur froh über dieses eindeutige Ergebnis. Alles weitere wird man sehen. Wenn ich den Auftrag von den Wählern bekomme, hänge ich mich auf jeden Fall rein“, verspricht die Rohrbach-Bergerin.


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