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BEZIRK ROHRBACH. Die Diskussionen rund um das beschlossene neue Arbeitszeitgesetz mit 12-Stunden-Tag und 60-Stunden-Woche reißen nicht ab. Für Wirtschaftskammer-Bezirksstellenleiter Klaus Grad wird das Ganze aber viel zu sehr politisch aufgebauscht.

Das neue Arbeitszeitgesetz ist nicht unumstritten. Foto: Weihbold
Das neue Arbeitszeitgesetz ist nicht unumstritten. Foto: Weihbold

In der Praxis sei das Thema kaum sichtbar. „Bei unseren Unternehmern geht es um eine Flexibilisierung der Arbeitszeit, nicht um eine Verlängerung. Sie wollen diese zwölf Stunden sicher nicht ausnutzen und Mitarbeiter ausbeuten, sondern sehen gerade für diese auch Vorteile.“

Erleichterung für Betriebe und Mitarbeiter

Grad nennt als Beispiel die vielen Montagebetriebe, die im Bezirk Rohrbach aktiv sind. Wenn etwa ein Auftrag in Linz auszuführen ist, können die Arbeiter zwei Stunden länger werken und brauchen vielleicht nicht ein weiteres Mal nach Linz fahren. „Es ist eine Erleichterung für die Betriebe und für die Mitarbeiter“, ist er überzeugt. „Die große Mehrzahl unserer Unternehmen wird das neue Arbeitszeitgesetz im Sinne der Mitarbeiter nutzen.“ Der Wirtschaftskammer-Bezirksstellenleiter glaubt deshalb nicht, dass große Probleme, wie von der Gewerkschaft befürchtet, auftreten werden. Betont aber gleichzeitig: „Was wir sicher nicht unterstützen sind schwarze Schafe, die“s ausnützen.“

Zu großer Druck auf Arbeiter

Seitens der Arbeiterkammer sieht man die Arbeitnehmer als klare Verlierer des neuen Gesetzes. Von der behaupteten Freiwilligkeit könne keine Rede sein, denn dazu ist der Druck in der Arbeitswelt viel zu groß. Auf jeden Fall werden Überstundenzuschläge wegfallen, ist man überzeugt, dabei „ist schon jetzt jede fünfte Stunde unbezahlt.“


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