Standesamts-Verband: Alle Rohrbacher Gemeinden ziehen mit
BEZIRK ROHRBACH. Die geplante Errichtung eines Standesamts- und Staatsbürgerschafts-Verbandes aus allen 39 Gemeinden des Bezirkes (Tips berichtete) wird jetzt konkreter.

Rohrbach könnte der erste Bezirk werden, in dem alle Gemeinden in so einem Verband zusammenarbeiten. In einer Info-Veranstaltung, zu der Bürgermeister, Amtsleiter und Standesbeamte aus allen 39 Gemeinden geladen waren, warb Bezirkshauptfrau Wilbirg Mitterlehner dafür. Das Echo ist durchwegs positiv, alle Gemeinden des Bezirkes sprachen sich eindeutig für die Gründung eines Standesamts-Verbandes mit Sitz in der Bezirkshauptstadt aus. Dort können die Kompetenzen entsprechend gebündelt werden.
Gebündeltes Fachwissen
Rohrbach-Bergs Amtsleiterin Karin Fellhofer nennt die größten Vorteile eines Standesamts-Verbandes: “Dort werden speziell geschulte Mitarbeiter tätig sein, die das nötige Fachwissen haben, rasch qualifizierte Auskünfte geben und einzelne Fälle schneller abwickeln können. Gerade die immer mehr werdenden Auslandsberührungen sind ein Grund für diese erforderliche Qualitätsoptimierung“. Gleichzeitig werden die anderen Standesämter, die ohnehin ein sehr breit gefächertes Wissensspektrum auch im Bereich der Gemeindeaufgaben haben müssen, von diesem sehr komplexen Aufgabenbereich entlastet.
Eine Hochzeit kann aber beispielsweise wie bisher natürlich in der jeweiligen Gemeinde durchgeführt werden. Alle Urkunden, mit Ausnahme des erstmaligen Eintrages der Geburt, sind bei jedem Standesamt weiterhin erhältlich.
Beschlüsse bis Jahresende
Die erforderlichen Grundsatzbeschlüsse müssen nun in den beteiligten Gemeinden bis Jahresende gefasst werden. Anschließend gilt es im Arbeitskreis, bestehend aus sieben Amtsleiter und Standesbeamten unter der Leitung von Sabine Griesmann vom Regionalmanagement OÖ, die Gründungsunterlagen vorzubereiten und diese mit dem Land abzustimmen. Nach Erledigung der bürokratischen Anforderungen und der Vorbereitung in Rohrbach-Berg wird der Verband am 1. Jänner 2020 seine Tätigkeit aufnehmen.
Der Amtsleitersprecher des Bezirkes Stefan Königseder zeigte sich vom Ergebnis und von der Rückmeldung der Teilnehmer begeistert: “So werden wir das erklärte Ziel eines einheitlichen Standesamts-Verbandes, in dem alle 39 Gemeinden Mitglieder sind, erreichen können“.


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