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Familiärer Konflikt nach Todesfall: Bruder soll gedroht haben, Elternhof anzuzünden

Online Redaktion, 17.12.2025 14:33

LINZ/ MÜHLVIERTEL. (Update) Ein Streit um eine Erbschaft soll einen 62-jährigen Mühlviertler derart in Rage versetzt haben, dass er seinem Bruder mit Brandstiftung gedroht haben soll. Am Mittwoch muss sich der Mann vor dem Landesgericht Linz wegen schwerer Nötigung verantworten.

 (Foto: VOLKER WEIHBOLD (Symbolfoto))
(Foto: VOLKER WEIHBOLD (Symbolfoto))

Wie die Pressestelle des Landesgerichts Linz auf Anfrage der Oberösterreichischen Nachrichten (OÖN) mitteilte, sollen sich die vorgeworfenen Szenen in der Kanzlei eines Notars abgespielt haben. Nach dem Tod der Eltern, die eine Landwirtschaft besessen hatten, waren die drei Geschwister dort zur Verlassenschaftsabhandlung zusammengekommen.

Unterschiedliche Ansichten zu Pflichtteil

Laut Anklage setzten die Eltern ihren jüngeren Sohn (46), ebenfalls Landwirt, als Alleinerben ein. Der ältere Bruder war jedoch der Ansicht, ihm stehe aus der Verlassenschaft noch ein Betrag von 27.000 Euro zu. Diese Summe habe er eingefordert. Nach Darstellung der Anklage sei der Pflichtteil allerdings bereits beglichen worden, lediglich ein kleiner Restbetrag soll noch offen gewesen sein.

Im Büro des Notars kam es in der Folge zu einem Streit. Der Notar verließ daraufhin den Raum, damit die Geschwister die Angelegenheit unter sich klären konnten. Auch die ältere Schwester war zu diesem Zeitpunkt anwesend. In dieser Situation soll der 62-Jährige laut Anklage seinem Bruder gedroht haben, den geerbten Elternhof anzuzünden, sollte er das geforderte Geld nicht erhalten.

Beschuldigter schweigt

Der Beschuldigte wird durch die Aussagen seiner Geschwister belastet. Er selbst hat bislang von seinem Recht Gebrauch gemacht, zu den Vorwürfen zu schweigen. Zur Last gelegt wird ihm das Delikt der schweren Nötigung. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm laut Gesetz sechs Monate bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe.

Wie ein Sprecher des Landesgerichts Linz mitteilte, ist jedoch auch eine Erledigung des Verfahrens mittels Diversion möglich. Eine Entscheidung könnte noch am Mittwochnachmittag fallen.

Update

Mangels eines Schuldnachweises sei der Angeklagte vom Vorwurf der schweren Nötigung freigesprochen worden, teilte ein Sprecher des Landesgerichts Linz mit. Rechtskräftig ist diese Entscheidung aber nicht, denn die Staatsanwaltschaft gab keiner Erklärung ab, ob sie in Berufung gehen will oder nicht.


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