16-Jähriger isst Marihuana der Mutter seines Schulfreundes und bricht daraufhin zusammen
BEZIRK ROHRBACH. Ein Drogennotfall rief am Samstagabend Rettung und Polizei im Bezirk Rohrbach auf den Plan. Ein 16-Jähriger hatte Marihuana verspeist und musste mit einer Überdosis ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Ermittlungen führten die Beamten zu einer ungewöhnlichen Entdeckung im Haus eines Schulfreundes.
Am Samstag gegen 21 Uhr spitzte sich die Lage für einen 16-jährigen Schüler dramatisch zu. Aufgrund massiver gesundheitlicher Probleme nach dem Konsum einer vorerst unbekannten Substanz verständigten Angehörige die Rettung. Nach der Erstversorgung durch den Notarzt wurde der Jugendliche ins Krankenhaus gebracht.
Heimlicher „Snack“ mit schweren Folgen
Wie die Polizei im Zuge der Ermittlungen feststellte, hatte der Vorfall seinen Ursprung bei einem Besuch des 16-Jährigen bei einem Schulfreund. Dort entdeckte er in der Küche ein Glas, in dem Marihuana aufbewahrt wurde. Unbemerkt entnahm er etwa ein Gramm der Droge und nahm sie mit nach Hause.
Dort soll er das Marihuana im Laufe des Abends laut Polizei nicht geraucht, sondern gegessen haben. Die verzögerte und oft heftigere Wirkung beim oralen Verzehr führte schließlich zu einer Überdosierung und dem anschließenden körperlichen Zusammenbruch.
Mutter verabreichte Marihuana-Tee
Die Ermittlungen an der Wohnadresse des Schulfreundes brachten weitere Details ans Licht. Die 41-jährige Mutter des Freundes gab gegenüber den Beamten an, rund 80 Gramm Marihuana selbst erzeugt zu haben.
Laut eigenen Angaben konsumierte sie die Droge selbst als Tee. Besonders brisant: Sie verabreichte den Marihuana-Tee laut Polizei auch ihrem Sohn.
Sicherstellung und Anzeigen
Bei der Hausdurchsuchung konnten die Beamten noch 6,8 Gramm des Eigenbaus sicherstellen. Für die Beteiligten hat der Vorfall nun rechtliche Konsequenzen: Es folgen Anzeigen an die Staatsanwaltschaft Linz sowie an die Bezirkshauptmannschaft Rohrbach.
Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden