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AFIESL. Den Cowboyhut am Kopf, die Cowboystiefel an den Füßen und die Hände am Zügel – so verbringt Günther Feilmayr (35) seine freien Tage am liebsten. Er hat sein Herz an das Western- und Wanderreiten verloren.

Foto: Feilmayr
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Westernreiten ist ein Reitstil, bei dem alles auf Arbeit und Bequemlichkeit ausgelegt ist. Sattel und Zaumzeug, lockere Reitweise und ein entsprechendes Cowboy-Outfit zeichnen es aus. „Es ist der perfekte Ausgleich für mich, denn das Logistik-Geschäft ist oft sehr stressig“, erzählt Feilmayr, der im Brotberuf Standortleiter bei der Firma Holzmann Maschinen in Haslach ist. Doch was sich wie ein gemütliches Hobby anhört, entpuppt sich im Fall der Familie Feilmayr als richtiges Familienunternehmen.

Zurück zu den Wurzeln

Angefangen hat alles, als der damals noch 17-Jährige in Bad Leonfelden wohnte und acht Jahre lang auf einem Wanderreithof mitarbeitete. Nach dieser Zeit intensivierte er zehn Jahre lang beim gebürtigen Texaner Chuck Klipfel in Steyr seine Reitkünste, ehe es mit seiner Frau Sonja zurück ins heimatliche Afiesl ging. „Am elterlichen Bauernhof stand ein Teil des Stalles leer und da bot es sich an, dass wir hier unsere Zelte aufschlugen.“ Die beiden bauten unweit von Günthers Elternhaus ein gemütliches Holzhaus samt Reitplatz.

Jungpferd in Ausbildung

Zwei eigene Pferde, zwei Einsteller und ein Trainingspferd – und mittlerweile auch zwei Kinder, zwei und fünf Jahre alt – sorgen dafür, dass es bei Familie Feilmayr nicht langweilig wird. „Nach der Arbeit und an den Wochenenden sind wir eigentlich immer draußen bei den Tieren. Ich trainiere derzeit ein junges Pferd. Es kam ganz roh zu mir und ich arbeite mit ihm, bis es sattelfest ist. Das bedeutet fast täglich mindestens eine Stunde Arbeit“, erzählt Günther und lenkt gleichzeitig ein, dass das ohne die Unterstützung seiner Sonja, die als Krankenschwester auch ziemlich eingespannt ist, gar nicht möglich wäre. Auch die Mama und die Brüder am Hof helfen bei der täglichen Stallarbeit ein wenig mit. Das familiäre Klima mit den Einstellern trägt auch noch dazu bei, dass im Fall des Falles immer jemand einspringt, der die Pferde betreut.

Die ganze Region profitiert

Trotz der vielen Arbeit findet Günther aber auch noch Zeit, um das Reitwegenetz Sterngartl mitzubetreuen. „Das ist mir sehr wichtig, denn davon hat die ganze Region etwas. Die Wanderreiter kehren bei den Wirten ein und brauchen auch Unterkünfte. Feilmayr selbst ist mit seinem Stall als Pferderast in der Wanderreitkarte ausgewiesen.

Wie in Kanada

Apropos Wanderreiten: So drei- bis viermal im Jahr schwingt sich der Pferdenarr für ein bis zwei Tage in den Sattel und erkundet gemeinsam mit einer Gruppe als Wanderreitführer die großen Weiten in Tschechien. „Dort fühlt man sich wirklich fast wie in Kanada“, schwärmt Günther, „und kann die herrliche Landschaft am Rücken der Pferde genießen.“


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