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Gebürtige Schöneggerin erhält Menschenrechtspreis des Landes Oberösterreich

Petra Hanner, 11.12.2017 19:20

SCHÖNEGG. Stellveretend für sieben Ordensfrauen in Jerusalem wurde die gebürtige Schöneggerin Schwester Hildegard Enzenhofer mit dem Menschenrechtspreis des Landes Oberösterreich ausgezeichnet

Foto: Land OÖ/Denise Stinglmayr
Foto: Land OÖ/Denise Stinglmayr

Die Hausgemeinschaft „Beit Emmaus“ der Salvatorinnen in Qubeibeh nahe Jerusalem setzt sich für das Recht auf ein menschenwürdiges Leben, auf Bildung und auf Arbeit ein.

Seit 2002 leitet Schwester Hildegard dieses Pflegeheim für palästinensische Frauen christlichen und muslimischen Glaubens, die aufgrund ihres Alters oder einer Behinderung auf Hilfe angewiesen sind. Innerhalb von 15 Jahren hat sie das kleine, einfache Altenheim ihrer Ordensgemeinschaft zu einer Hausgemeinschaft aus sieben Ordensfrauen und einer Gruppe von Volontären ausgebaut. Derzeit werden rund 30 alte und beeinträchtigte arabische Frauen dort betreut und gepflegt.

Fast alle Absolventen finden Arbeit

Auf Initiative von Schwester Hildegard wurde 2008 in Zusammenarbeit mit der Bethlehem-Universität in Qubeibeh eine Krankenpflegeschule errichtet, die Ausbildungsplätze für Männer und Frauen bietet. Die Pflegefakultät leistet einen wichtigen Beitrag zur gesundheitlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung der Region. Sie bildet qualifizierte Pflegekräfte aus, die Arbeit finden, ihr eigenes Geld verdienen und ihrem Umfeld Vorbilder sind. Die Statistik zeigt, dass 93 Prozent der Absolventen arbeiten - das ist einzigartig in Palästina.

Preis auch für Erich Hackl

Neben Schwester Hildegard Enzenhofer wurde auch der gebürtige Steyrer Schriftsteller Erich Hackl mit dem Menschenrechtspreis ausgezeichnet.


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