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BEZIRK ROHRBACH. Nachdem im Vorjahr extreme Trockenheit und Engerlingfraß die Ernte trübten, ist man heuer im Bezirk zufrieden mit den Erträgen.

Foto: Weihbold
Foto: Weihbold

„Im Vergleich zu den vergangenen beiden Jahren geht“s uns heuer relativ gut im Grünland“, bilanziert Bezirksbauernkammer-Obmann Georg Ecker. Obwohl der April sehr trocken war, holte das Gras dank des später doch ergiebigen Regens wieder auf, sodass jetzt sogar Reserven angelegt werden können und sollen. Dass die Engerlinge heuer großteils Ruhe gegeben haben, liegt aber keineswegs daran, dass das Problem beseitigt ist; Der Maikäfer-Nachwuchs wird erst nächstes Jahr wieder ausfliegen und Eier legen. 2022 wird dann wieder ein Hauptfraßjahr erwartet.

Pilz jetzt einbringen

Dem Problem rückt man mit einem Pilz zuleibe, der in den Boden eingebracht wird und gegen die Engerlinge wirkt. „Wir appellieren schon jetzt an unsere Landwirte, die Engerlingbekämpfung auch in ruhigen Jahren nicht zu vernachlässigen. Wer jetzt auf gefährdeten Flächen Pilzsubstrat einbringt, hat dann im Hauptfraßjahr einen Vorteil. Der Pilz braucht nämlich eine Weile, bis er zu wirken beginnt“, empfiehlt Ecker.

Mais- und Getreideernte gut

Großflächig angebaut wird im Bezirk auch Silomais, der sich trotz einiger Hindernisse doch noch gut entwickelt hat: „Drahtwürmer haben teilweise die noch jungen Pflanzen abgefressen und deshalb ist er an manchen Stellen lückig gewachsen. Dennoch kann man zufrieden sein und die Mengen passen“, so Ecker.

Ebenso passabel fällt die Getreideernte aus, da der Bezirk von den stärksten Gewittern weitgehend verschont geblieben ist.

Käfer frisst und frisst

Wie schon in den Jahren zuvor wüten in den Wäldern die Borkenkäfer nach wie vor. „Es gab zwar eine leichte Entspannung Anfang des Jahres, da es für den Käfer da zu kühl und zu nass war, aber jetzt gibt es wieder auf größeren Flächen Probleme. Generell kann man aber sagen, dass es heuer nicht ganz so dramatisch ist wie im Vorjahr, wo das heiße, trockene Wetter dem Käfer sehr in die Hände gespielt hat. Leider breiten sich die Schädlinge aber nun auch auf höhere Lagen über 600 Metern aus, wo wir bereits kleinflächig Schadflächen haben. Die Waldbesitzer dort müssen zusehen, dass sie das befallene Holz so schnell wie möglich ausbringen, ansonsten breitet sich der Käfer auch dort schnell aus“, befürchtet der Bezirksbauernkammer-Obmann.

Wertverluste enorm

Besonders schmerzlich ist für die Waldbesitzer der hohe Wertverlust beim Holz. Ein Festmeter frisch geschlägertes Holz steht derzeit bei 60 Euro pro Festmeter. „Da waren wir früher schon einmal bei 100 Euro“, zeigt Ecker die Situation auf, denn der Markt ist derzeit auch wegen des vielen Schadholzes durch Stürme überschwemmt. Für Käferholz bekommt der Forstwirt derzeit nicht einmal jenen Preis, den Schlägerung und Abtransport kosten.


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