606 Babys erblickten 2020 im Klinikum Rohrbach das Licht der Welt
BEZIRK ROHRBACH. Rekordverdächtigen 606 Babys verhalf das Geburtshilfeteam im Klinikum Rohrbach 2020 zum Start ins Leben. Nach 551 Geburten im Jahr 2019 ist damit ein kräftiges Plus zu verzeichnen.

Zuletzt kamen im Jahr 1998 mehr als 600 Babys im Klinikum Rohrbach auf die Welt. Trotz der Herausforderungen im Corona-Jahr gelang es, für die werdenden und frischgebackenen Mütter und ihre Babys ein sicheres familiäres Umfeld zu schaffen. Das Besuchsverbot erlebten viele der Patientinnen sogar als positiv, sagen Primar Peter Stumpner, Leiter der Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, und Johanna Scharinger, leitende Hebamme.
Rundum gut betreut
Eine Geburt ist ein sehr emotionales Erlebnis und will von Beginn an optimal betreut sein. Dementsprechend sorgt das Geburtshilfeteam im Klinikum Rohrbach – Hebammen, Gynäkologen, Pflegekräfte und Kinderärzte – für umfassende Hilfestellung und Begleitung der schwangeren Patientinnen, für eine liebevolle, intime Umgebung und für die größtmögliche Sicherheit auch im Hinblick auf die medizinische Kompetenz bei Risikoschwangerschaften und etwaigen Komplikationen.
„Speziell Frauen, die ihr erstes Kind zur Welt bringen, haben viele Fragen, und teils bestehen Unsicherheiten rund um die bevorstehende Geburt“, weiß Stumpner. „Weil unser Team sie von der Geburtsvorbereitung an intensiv begleitet, stets für Fragen und Anliegen da ist und auf diese Weise viel Vertrauen aufbaut, fühlen sich die werdenden Mütter auf dem ganzen Weg zur Geburt – bis hinein ins Kreißzimmer – sehr sicher.“
Weniger Stress im Wochenbett
Für die Patientinnen und das Team war 2020 aufgrund der Pandemie ein außergewöhnlich herausforderndes Jahr. „Trotz der notwendigen Beschränkungen und Regelungen für einen sicheren Krankenhausbetrieb war und ist das Klinikpersonal stets bemüht, den Start in das Leben als Familie so angenehm wie möglich zu gestalten“, betont Johanna Scharinger, leitende Hebamme im Klinikum Rohrbach. So durften und dürfen Väter etwa bei der Geburt anwesend sein, und auch die gemeinsame Zeit im Familienzimmer war und ist möglich.
Für Mütter und ihre Babys zeigten sich sogar positive Auswirkungen durch das Besuchsverbot. „Das Ausbleiben von Besuchen im Wochenbett hat deutlich Stress reduziert – die Mütter und ihre Kinder erholten sich dadurch besser und rascher von den Geburtsstrapazen. Auch beobachteten wir, dass es zu weniger Milchstau und Brustentzündungen kam“, sagt Johanna Scharinger. Viele Mütter bestätigten gegenüber dem Personal, dass sie mehr Zeit hatten, sich auf ihre Babys zu konzentrieren, und dass sogar das Stillen früher funktionierte.
„Die Ruhe auf der Station war sehr erholsam“
„Als mein Sohn Elias im November zur Welt kam, hätte ich natürlich gerne meine Familie bei mir gehabt. Meine beiden anderen Kinder konnten es nicht mehr erwarten, ihren kleinen Bruder kennenzulernen. Auch mein Mann durfte uns nicht mehr besuchen, nachdem er nach der Entbindung das Krankenhaus verlassen hatte“, erinnert sich Michaela Reischl aus Kollerschlag, die im Klinikum Rohrbach bereits ihr drittes Kind zur Welt brachte. Dennoch empfand sie die Ruhe auf der Geburtenstation als sehr erholsam. „Gerade in den ersten Tagen nach der Entbindung ist man sowohl physisch als auch psychisch mehr oder weniger angeschlagen. Plötzlich ist da dieser kleine Mensch, der die volle Aufmerksamkeit braucht. Ohne Besucherstress konnten wir uns in Ruhe kennenlernen und dem Stillen ganz viel Zeit widmen, was ja zu Beginn meistens eine Herausforderung ist und viel Geduld erfordert“, erzählt sie.
Davon abgesehen erlebte die nun dreifache Mutter die Zeit nicht anders als beiden früheren Entbindungen: „Alle waren ausgesprochen freundlich und aufmerksam wie immer. Und obwohl die Mitarbeiter ständig den Mund-Nasen-Schutztragen mussten, scheuten sie nicht die Nähe zu uns Patientinnen.“
Wieder deutlich mehr Geburten als 2019
Mit 606 Babys – davon 288 Mädchen und 318 Buben – erblickten 2020 im Klinikum Rohrbach wieder wesentlich mehr Neugeborene das Licht der Welt als 2019 mit 551 Neugeborenen. Damit konnte man bei der Geburtenbilanz an frühere Jahre anschließen: 2018 hatte das Klinikum Rohrbach 599 Babys verzeichnet, 2017 waren es 592 und 2016 595 gewesen.


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