Cultan-Gerät hilft Rohrbachs Landwirten bei der Bekämpfung der Engerlinge
BEZIRK ROHRBACH. Besonders in unserer Region richteten Engerlinge in den letzten Jahren einen erheblichen Schaden an. Nun ist wieder die Zeit, wo sie ihre Eier in die Wiesen gelegt haben. Ein sogenanntes Cultan-Gerät soll nun zum Einsatz gebracht werden, welches bei der Bekämpfung des Schädlings hilft.

Der Maschinenring Rohrbach hat in Unterstützung einer LEADER-Förderung das Cultan-Gerät, ein Spezialanbaugerätes, gekauft. Es soll den Bauern bei der Eindämmung des Befalls unterstützen. Neben der Bekämpfungsvariante mit Pilzgerste ist vor allem das Injektions-Verfahren von ArtisPro in der Maikäferbekämpfung von besonderer Bedeutung. Dabei wird eine mit Pilzen angereicherte Flüssigkeit direkt in den Boden eingebracht und damit die Entwicklung der Engerlinge gehemmt. Durch die punktuelle Ausbringung von Pilzen wird die Grasnarbe geschont und das Impfmittel gelangt direkt zu den Engerlingen. Durch eine Engerlingsbekämpfung im Jahr 2021 kann die Population der nächsten Jahre deutlich eingeschränkt und eine ansonsten notwendige Sanierung der Grünlandbestände verhindert werden. „Die Bekämpfung des Engerlings ist abhängig davon, dass möglichst alle Betroffenen teilnehmen. Das Injektions-Verfahren kann auch bei schwierigen Gelände-Verhältnissen genutzt werden, es muss aktuell im Dauereinsatz sein“, fordert Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger die Bäuerinnen und Bauern der Region auf, gegen die Engerlinge vorbeugend aktiv zu werden.
Maschinenring übernimmt Organisation
Der Maschinenring Rohrbachhat das Cultan-Gerät angekauft und übernimmt die Behandlung der Flächen im Komplettpaket. Alle interessierten Landwirte sollen sich an Maschinenring Granitland unter der Tel. 05-9060-480 wenden, dieser macht dann einen Einsatzplan und koordiniert die Maschineneinsätze.
Der Maikäfer ist in unseren Breiten seit jeher anzutreffen. 20 Engerlinge pro Quadratmeter Boden sind vertretbar. In den letzten Jahren waren die Populationen in weiten Teilen Oberösterreichs jedoch deutlich über der Schadschwelle. So wurden die Grasnarbe und in weiterer Folge das Futter für die Tiere großflächig vernichtet. Vor allem in der Region Donau-Böhmerwald ist die Engerling-Population eine existenzbedrohende Gefahr für die Landwirtschaft.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden