Klaffegger Bergsteiger bezwingt seinen ersten Achttausender
KLAFFER. Er hat es wieder getan – und dieses Mal kraxelte Norbert Sonnleitner so hoch hinauf wie nie zuvor: Der Feuerwehr-Botschafter aus Klaffer stand auf dem 8.034 Meter hohen Gipfel des Gasherbrum II und damit auf seinem ersten Achttausender.

„Es gibt noch Abenteuer, ich habe es erlebt“: Norbert Sonnleitner ist noch ganz überwältigt, wenn er an seine Bergtour denkt. Diese führte ihn zwei Monate lang nach Pakistan, auf die weltgrößte Gebirgskette Karakorum. „Fünf Achttausender gibt es hier, ich habe sie alle mit eigenen Augen gesehen“, berichtet der Abenteurer aus Klaffer, der stets das Feuerwehr-Leiberl mit im Gepäck hat.
Ein „alter Mann“ am Gipfel
Einen der Achttausender hat er nach einer mühseligen Anreise und dem 120 Kilometer langen Fußmarsch zum Basislager bei viel zu warmen Temperaturen bezwungen. Sonnleitner war mit seinen 60 Jahren der Älteste der neunköpfigen Truppe – der „old man“ –, aber sicher nicht der Schwächste. Denn er schaffte es als einer von nur vier Bergsteigern auf den Gipfel.
20 Stunden langer Gipfeltag
„Der Berg ist narrisch steil und der Gipfeltag dauerte 20 Stunden für mich. Aber ich hab gewusst, ein zweites Mal schaff ich es nicht mehr rauf“, erzählt Sonnleitner, der die letzten 500 Meter, nachdem ein Bergsteigerkollege aufhören musste, alleine unterwegs war. „Ich wollte nicht umdrehen, denn das war mein Gipfeltag, weil mein Sohn Geburtstag hatte.“ Zum Glück für ihn war noch ein Iraner oben, der ein Foto vom Mühlviertler und seinem legendären T-Shirt der FF Klaffer machen konnte, ehe sich dieser wieder alleine auf den mehrstündigen Rückweg machte.
Wenig Schlaf nimmt man in Kauf
Gleich am nächsten frühen Morgen ging es weiter runter, weil eine Schlechtwetterfront im Anmarsch war. „Bei solchen extremen Sachen sind immer ein paar Tage dabei, an denen man kaum schläft“, weiß der leidenschaftliche Bergfex aus Erfahrung. Das nimmt man in Kauf, ebenso dass man 40 Tage im Zelt im Schlafsack auf Eis, Schnee und Geröll schläft. Denn „am Berg und am Gipfel, das ist mein Leben“, sagt Norbert Sonnleitner.
Nepal als nächstes großes Ziel
Pakistan hat der Klaffegger mit seinem Gipfelsieg abgeschlossen, nicht aber die Suche nach neuen Zielen. Iran strebt er vielleicht nächstes Jahr an – „ein Wanderberg mit 5.500 Metern“, wie Sonnleitner meint. In zwei Jahren möchte er dann ins Bergsteigerland Nepal reisen, dann aber soll es noch weiter hinaufgehen.


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