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Jugendliche schufen neue Bleibe für Kaninchen im Gemeinschaftsgarten

Martina Gahleitner, 17.11.2021 18:24

AIGEN-SCHLÄGL. Ein Kaninchenbau mit großem Auslauf ist beim Gemeinschaftsgarten BioGartenEden in Aigen-Schlägl entstanden. Dabei legten vor allem Jugendliche der Ausbildungsinitiative AFIT des Vereins Alom Hand an.

  1 / 9   Ein Kaninchenstall nach Permakultur-Standards, der von AFIT-Teilnehmern errichtet wurde, bereichert den Gemeinschaftsgarten in Aigen-Schlägl. Foto: AFIT

Schon seit Beginn des Gemeinschaftsgartens im Jahr 2018 sind Jugendliche von AFIT mit einer eigenen Fläche Teil der Gartengemeinschaft, die hier in Aigen-Schlägl versucht, Permakultur zu leben. Genau diese Denk- und Planungsweise bildete auch die Grundlage für den neuen Kaninchenbau. „Unter Einsatz der geringsten Ressourcen wollten wir einen Mehrfachnutzen für Mensch, Tier und Natur erzielen“, fasst die Leiterin des Gemeinschaftsgartens, Roswitha Diaz-Winter, zusammen.

Von der Planung bis zur Umsetzung

Sieben teilweise ganztägige Workshops brauchte es, um für die Kaninchen eine artgerechte Bleibe zu schaffen. Unter der Leitung von Diaz-Winter und betreut von Erna Höllinger, Karin Schubart und Manuela Camatta haben die jungen Leute alles gemeinsam entwickelt, geplant und gebaut. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: „Auf der ehemaligen Landesgartenschau-Fläche für Urban Gardening entstand eine Fläche für artgerechte Kaninchenhaltung mit Miniteich, einem wunderschönen, absolut marderdichten Kaninchenstall mit recycelten Materialien, einer Erlebniszone zum Graben und Verstecken und einer Pflegezone mit Futterunterstand und einer Freifläche zum Herumtoben. Die Fläche hat ein Ausmaß von knapp 30 m² und wurde von den Jugendlichen mühevoll eingezäunt“, freut sich die Projektleiterin. Der Hasenstall wurde in den Alom-Werkstätten im Rahmen der Berufspraxis von Jugendlichen vorgefertigt; ebenso das Buffet, die Einladungen und liebevolle Dekoration für das Begrüßungsfest im AFIT Rohrbach.

Willkommensfest für die „Männer-WG“

Denn nach der vielen Arbeit durfte das Feiern natürlich nicht fehlen: Das Willkommensfest samt Namensgebung für die Kaninchen Jens, Jürgen, Kurt und Georg war ein voller Erfolg. Die Jugendlichen steuerten dafür das Buffet bei und sorgten unter anderem für liebevoll verzierte Hasenmuffins.

Zum Projektabschluss lobt Roswitha Diaz-Winter: „Beeindruckend war für mich die positive Dynamik, die sich im Laufe der vielen Workshops deutlich zeigte und die hohe Affinität für die Denkweise und Planungsweise der Permakultur.“ Da die Gartengemeinschaft sehr viele pflanzliche Reste in die Kompostanlage ums Eck transportiert, sollen künftig diese „fressbaren“ Reste durch Tiere vorkompostiert werden; die Wolle der langhaarigen Kaninchen wird gesammelt und im nächsten Jahr händisch versponnen.

Winter im Biogartenhof

Die Winterzeit werden die Kaninchen im Biogartenhof Mühlland verbringen, aber im nächsten Frühjahr sind sie wieder für die Gartengemeinschaft im Einsatz und können auch von vorbeispazierenden Menschen gerne beobachtet werden.


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