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ST. MARTIN/PESENBACH. Einen Zwischenbericht von den Baustellen in Sri Lanka schickt Margit Wengler an ihre Unterstützer aus dem Mühlviertel. „Es ist alles ganz anders als sonst“, sagt sie. Nur der unermüdliche Einsatz der Wenglers für die Menschen in Unawatuna ist unverändert.

  1 / 3   Baubesprechung und Arbeitseinteilung am Morgen: Margit und Dietmar Wengler haben ein großes Netzwerk an Helfern und Unterstützern hinter sich. (Foto: privat)

Coronamäßig sei alles relativ entspannt, aber „es sind kaum Touristen da und die wirtschaftliche Lage ist katastrophal“, berichtet Margit Wengler. „Zement, Sand, Ziegeln, Fliesen für die Häuser sind nur schwer zu bekommen, aber zum Glück kennen die Lieferanten unser Projekt schon so lange. So konnten wir die Materialien soweit sichern. Aber wir müssen schauen, dass es sich budgetmäßig ausgeht, denn alles ist viel teurer geworden.“ Rund 12.000 Euro kostet aktuell ein kleines Eigenheim, vor fünf Jahren war es noch die Hälfte.

Drei Häuser und mehr

Dieses Jahr sollen drei Häuser, fünf Küchen- sowie Sanitär-Anbauten entstehen. Diese gesellen sich zu den mittlerweile 34 Häusern, der Armenschule und dem Kindergarten, die von Margit und Dietmar Wengler in den vergangenen 22 Jahren mit Unterstützung eines großen Netzwerks und vieler Spender errichtet wurden. Es ist Hilfe, die nottut, wie Magdalena Rois bestätigt. Die gebürtige St. Martinerin, die in Pesenbach (Gemeinde Feldkirchen) lebt, verbrachte gerade zum zweiten Mal 14 Tage bei den Wenglers, um einen Eindruck vom Hilfsprojekt zu bekommen. „Hier in Unawatuna wurde mir bewusst, dass sich das wahre Leben im Hintergrund weit weg von Strand und Bars und touristisch erschlossenen Gebieten abspielt. Margit und Dietmar zeigten mir eine neue Welt. Eine Welt voller Armut, die sich in den schlechten Behausungen, schlechter beziehungsweise fehlender Bildung und dem Kampf ums tägliche Überleben, die Familie irgendwie mit ausreichend Essen zu versorgen, widerspiegelt“, erzählt die Krankenschwester. Sie fügt aber auch hinzu: „Trotz all der widrigen Umstände wird man überall mit einem Lächeln empfangen und es wird versucht, die Dankbarkeit in kleinen Gastgeschenken, vorzugsweise Kokosnüssen, auszudrücken. Wenn Margit und Dietmar mit dem Tuk-Tuk anrollen, dann wird man jedes Mal aufs Neue Zeuge von echter Freude.“ Bei den täglichen Baustellenfahrten hat Rois auch gemerkt, was „die Wenglers hier Unfassbares auf die Beine gestellt haben.“

Versorgung sicherstellen

Neben den Baustellen, auf denen sich die Arbeiter gutes Geld für ihre Familien verdienen können, kümmert sich das St. Martiner Ehepaar auch wieder um die Versorgung des Armenkindergartens und des Altenheims und besucht die 95 Patenkinder. Bei diesen wird genau darauf geachtet, dass sie wirklich regelmäßig die Schule besuchen, denn nur Bildung schafft die Chance auf eine bessere Zukunft. Nicht zuletzt wollen die engagierten Mühlviertler beim St. Martins-Fest wieder mehr als 150 Familien mit Grundnahrungsmitteln und Bettwäsche versorgen. Hartnäckiges Feilschen mit den Händlern gehört da für Margit Wengler zum Alltag in Sri Lanka. Jedenfalls ist das Geld, das laufend durch den Verkauf von Gewürzen, Tees, Keksen und Mehlspeisen lukriert wird, und das Spendengeld gut angelegt und kommt 1:1 bei den notleidenden Menschen an.

  • Samstag, 16. April: Ostermarkt in der Hauseinfahrt am Aubachweg 18, St. Martin
  • Donnerstag, 26. Mai: Gartenfest am Steinlehrpflad in Plöcking, St. Martin
Zugunsten des Hilfsprojektes für Sri Lanka gibt es wieder einige Verkaufsaktionen:
Spendenkonto: Raiffeisenbank Region Neufelden AT11 3430 0000 0023 8451 Verein Hilfsprojekt Sri Lanka
www.srilanka.lunart.at

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